Illegaler Handel: Oberster Jenischer wegen Hehlerei vor Gericht

Aktualisiert

Illegaler HandelOberster Jenischer wegen Hehlerei vor Gericht

Klage wegen mehrfachen illegalen Handels: Der Präsident der Dachorganisation der Schweizer Jenischen muss nach einem Veruntreuungsfall nun auch noch vor Gericht.

Daniel Huber, Präsident der Chef der Radgenossenschaft der Landstrasse wird wegen illegalem Antiquitätenhandel angeklagt.

Daniel Huber, Präsident der Chef der Radgenossenschaft der Landstrasse wird wegen illegalem Antiquitätenhandel angeklagt.

Erneut steht der Präsident der Radgenossenschaft, Daniel Huber, unter Verdacht, das Gesetz gebrochen zu haben. Nach dem medialen Wirbel um die angebliche Misswirtschaft des obersten Fahrenden muss sich Huber nun wegen eines mutmasslich illegalen Antiquitätengeschäfts vor Gericht verantworten. Die Solothurner Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber dem «Beobachter», dass sie Anklage wegen mehrfacher Hehlerei erhoben hat.

Der Fahrende soll Anfang 2009 einer Frau für mindestens 23'000 Franken Antiquitäten illegal abgekauft haben, obwohl Huber gewusst habe, dass sich die Frau mit ihrem Mann in einem Scheidungskrieg befand und es der Frau richterlich untersagt war, Hausrat zu verkaufen. Huber weist die Vorwürfe zurück.

Das Vertrauen in die Radgenossenschaft und somit in Huber sei beim jenischen Volk schon lange nicht mehr vorhanden, sagte Mike Gerzner, Präsident des Vereins «Bewegung der Schweizer Reisenden», gegenüber 20 Minuten. Dass Huber als «höchster Fahrender» bezeichnet werde, sei eine Schande.

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