Aktualisiert 18.05.2005 19:03

Interview

Obi-Wan spricht

Fünf Fragen an Ewan McGregor.

Ewan, was war dein erster Kinofilm?

Das könnte «Star Wars: Episode 4» gewesen sein. Ich habe mir den Film damals nach der Schule mit meinem Bruder im Kino angeschaut. Natürlich auch deshalb, weil mein Onkel Denis Lawson darin mitspielt.

Wie unterscheidet sich die dritte Episode von den anderen Filmen der Reihe?

Jetzt erst können wir alle Trümpfe ausspielen. In den Episode eins und zwei mussten wir das Jedi-Imperium vorstellen und dessen Macht zeigen. Jetzt erfolgt der Niedergang der Jedi-Ritter.

Warum sind gerade Kinder grosse Fans von Obi-Wan Kenobi?

Weil er eine Art Vorbildfunktion ausübt. Für Anakin Skywalker ist er ja so etwas wie ein Ersatzvater. Doch dieses Vater-Sohn-Verhältnis ändert sich in «Episode 3» auf krasse Weise.

Denkst du oft an Alec Guiness, der deine Rolle in den «Episodes 4–6» spielte?

Ich habe mir seine Szenen vor jedem Dreh genau angeschaut. Denn ich wollte, dass meine Obi-Wan-Darstellung nahtlos an seine anknüpft. Letztlich glaube ich, dass mir das gar nicht mal so schlecht gelungen ist.

Was wärst du heute, wenn du nicht Schauspieler geworden wärst?

Ich würde wohl irgendwas mit Pferden machen (lacht). Ich liebe Pferde und wäre womöglich Springreiter geworden.

Mohan Mani

Düsteres Spektakel

In «Star Wars: Episode III – Revenge of the Sith» vereint George Lucas die gesamte Kraft der 6-teiligen Saga zu einem gelungenen Finale. Dies überrascht insofern, als dass «Episode I» zu Soap-Opera-haft und «Episode II» zwar attraktiv, aber zu wenig kultig daherkamen. Anakin Skywalkers (Hayden Christensen) Wandel vom Jedi-Hoffnungsträger zum Bösen ist in «Episode III» hingegen düster und spektakulär dargestellt: Als Skywalker in Träumen den Tod seiner schwangeren Frau Padamé (Natalie Portman) voraussieht, bietet Kanzler Palpatine (Ian McDiarmid) seine Hilfe an, indem er ihn glauben lässt, er könne den Tod seiner Liebsten verhindern, wenn er die Seite wechselt. Doch eigentlich ist Skywalker von den Jedis beauftragt worden, Palpatine zu beschatten, weil sie subversive Absichten von Seiten des Kanzlers vermuten. Skywalker entscheidet sich für Padamé. Damit gelingt Regisseur Lucas innerhalb von 140 Minuten der Link zum ersten Film von 1977 perfekt.

Benjamin Bögli

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