Aktualisiert 14.06.2005 17:32

Obwalden: CVP will 2007 neuen Vertreter

Die Obwaldner CVP will ihren Nationalrat Adrian Imfeld 2007 nicht mehr zur Wiederwahl vorschlagen.

Die Partei zieht damit die Konsequenzen daraus, dass Imfeld ernsthaft einen Parteiübertritt zur SVP erwogen hat.

Auf die nächsten eidgenössischen Wahlen hin sei für die Parteileitung eine «Neuausrichtung nahe liegend», teilte die CVP Obwalden am Dienstag mit. Bis dahin sei die Partei aber bereit, Imfeld in seiner parlamentarischen Arbeit aktiv zu unterstützen.

Die SVP Obwalden hatte in ihrem Jahresbericht bekannt gemacht, dass der Parteiübertritt des einzigen Obwaldner Nationalrates praktisch perfekt gewesen sei. Imfeld gab danach an, er habe auch bei der FDP sondiert.

Imfeld war 2001 als Nachfolger von Adalbert Durrer Nationalrat geworden und 2003 im Amt bestätigt worden. Weil er danach nicht in die Kommissionen aufgenommen wurde, die er sich gewünscht hatte, liebäugelte er mit einem Parteiübertritt.

Die CVP Obwalden zeigte sich über dieses Vorgehen enttäuscht. Imfeld habe aber eingesehen, dass sein Vorgehen falsch gewesen sei und sich dafür bei der Parteileitung entschuldigt, schreibt sie.

Die Kantonalpartei glaubt, dass das Vertrauensverhältnis für eine weitere Zusammenarbiet wieder gefestigt werden könne. Sie hebt Imfelds Leistungen in der Wirtschafts- und Finanzpolitik hervor und fügt an, dass sie von ihm als Obwaldner Vertreter weiterhin auch ein starkes Engagement in allen für den Kanton wichtigen Belangen erwarte.

(sda)

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