Aktualisiert 27.01.2011 22:34

Hergiswil NWObwalden gegen Zentralbahn-Tunnelprojekt

In der Frage des Zentralbahn-Ausbaus in Hergiswil NW geht Obwalden auf Konfrontationskurs mit Nidwalden. Die Obwaldner Regierung besteht auf der Realisierung des bewilligten Doppelspurausbaus und lehnt die von Nidwalden favorisierte Variante «Tunnel lang» ab.

Mit dem Ausbau der Gleise der Zentralbahn (zb) zwischen Luzern und Hergiswil wird die Infrastruktur des öffentliche Verkehrs (öV) auf den Strecken nach Engelberg und über den Brünig verbessert. Nun stockt aber der Ausbau in Hergiswil, wo dem Projekt Opposition erwächst und eine Untertunnelung verlangt wird. Die Nidwaldner Regierung ist nach anfänglichem Zögern auf die Linie der Opposition eingeschwenkt.

Damit wird der Ausbau verzögert. Ob aber die ungleich teurere lange Tunnelvariante vom Bund finanziell unterstützt wird, ist höchst fraglich. In der Antwort auf eine Interpellation im Kantonsrat hat die Obwaldner Regierung am Donnerstag darauf hingewiesen, das die Gefahr einer «Null-Lösung» bestehe.

Doppelspur-Ausbau für Obwalden wichtig

Die Realisierungschance der Variante «Tunnel lang» schätzt die Regierung als marginal ein. Es bestehe die Gefahr, dass der für 2014 vorgesehen Angebotsausbau der zb nicht möglich sei. Eine solche Blockierung könne Obwalden nicht akzeptieren. Obwalden werde sich auf jeden Fall nicht an den Mehrkosten für einen «Tunnel lang» beteiligen.

Der Ausbau des öV-Angebotes der zb in Richtung Luzern sei aber für Obwalden von zentraler Bedeutung. Die Obwaldner Regierung setze sich deshalb mit Nachdruck dafür ein, dass das baureife und bewilligungsfähige Auflagenprojekt für die Doppelspur möglichst rasch realisiert werde. Auch aus Luzern sind ähnliche Töne zu dem Hergiswiler Tunnelprojekt zu hören. (sda)

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