Volketswil ZH: Occasionshändler sorgt bei Kunden für Ärger
Aktualisiert

Volketswil ZHOccasionshändler sorgt bei Kunden für Ärger

Alexander Petrovic fühlt sich von einem Autohändler aus Volketswil über den Tisch gezogen. Er ist offenbar nicht das einzige Opfer.

von
Maja Sommerhalder
Alexander Petrovic mit seinen Töchtern vor seinem VW Touareg. (Foto: Aebi)

Alexander Petrovic mit seinen Töchtern vor seinem VW Touareg. (Foto: Aebi)

Für fast 28 000 Franken kaufte Alexander Petrovic (33) im Juni einen Occasions-VW-Touareg beim Autohaus Schiess in Hegnau-Volketswil. Nach zwei Wochen sprang der Wagen nicht mehr an: «Bei Schiess sagten sie mir, dass die defekte Nockenwelle ausgewechselt wird. Das ging unter Garantie», so der Familienvater. Kaum hatte er das Auto wieder, ging die Kupplung kaputt: Die Reparatur von 2800 Franken musste Petrovic selbst bezahlen, weil die Garantie nur Motorschäden abdeckt. Als vor zwei Wochen der Motor komplett ausfiel, ging Petrovic zu einer anderen Garage. Diese bestätigten gegenüber 20 Minuten, dass das Auto massive Mängel habe und die Nockenwelle wohl nicht ausgewechselt worden sei. Carmine Langone, Geschäftsleiter des Autohauses Schiess, sagt auf Anfrage, er wolle nun eine Expertise von Petrovics Auto anfertigen lassen. «Wenn wir einen Fehler gemacht haben, kommen wir für den Schaden auf.» Die Qualität der Autos sei gewöhnlich einwandfrei und den Kundendienst habe man in den letzten Jahren massiv verbessert.

2009 hatte der «Kassensturz» gezeigt, wie Schiess mangelhafte Occasionsautos zu überrissenen Preisen verkaufte. Seither habe sich nicht viel geändert, meint ein Kunde dazu. Er stellte nur wenige Stunden nach dem Autokauf im Januar 2011 Mängel fest: «Erst als ich mit dem Anwalt drohte, übernahm Schiess die Hälfte der Reparaturkosten.» Auch Reto Heierlis Auto ging nach einem Monat kaputt: «Schiess wollte aber nicht zahlen. Als ich reklamierte, wurde ich nur vertröstet.» Heierli ging vor Gericht und bekam Recht.

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