Oehler kauft AFG?: Oehler will Firma zurück: Experten sind skeptisch
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Oehler kauft AFG?Oehler will Firma zurück: Experten sind skeptisch

Er wolle seine frühere Firma von der AFG zurückkaufen, liess Ex-Patron Edgar Oehler verlauten. Geht gar nicht, sagen nun Fachleute.

von
Urs Ellenberger
Edgar Oehler will seine frühere Firma AFG (Arbonia Forster) zurückkaufen.

Edgar Oehler will seine frühere Firma AFG (Arbonia Forster) zurückkaufen.

62 Millionen Franken in bar hatte Edgar Oehler von der Arbonia Forster (AFG) 2007 kassiert: Der damalige CEO, VR-Präsident und Grossaktionär verkaufte «seiner» AFG die STI-Hartchrom, eine Firma, die ihm seit 1998 privat gehört hatte.

Heute ist die STI noch einen Bruchteil der damaligen Kaufsumme wert, die AFG möchte die Firma wieder loswerden, wie sie diese Tage mitteilte (20 Minuten berichtete).

Das wollte der einstige FCSG-Mäzen mit grosser Stadion-Loge und alt Nationalrat (CVP) nicht auf sich sitzen lassen. Und so verkündete Oehler, er wolle die STI zurückkaufen, seine Offerte werde er zu gegebener Zeit einreichen.

Oehlers Vorgehen nicht abgesprochen

Oehlers Vorpreschen sorgte bei der AFG für Verstimmung, wie die «NZZ am Sonntag» gestern berichtete. Nicht genug, dass das Vorgehen nicht mit der Unternehmensleitung abgesprochen war, Oehler begibt sich damit auch auf dünnes Eis bezüglich der Grundsätze der Unternehmensführung. «Für die Aktionäre ist nicht ersichtlich, welchen Hut er nun aufhat, ob den des Privatmanns oder den des AFG-Verwaltungsrats», sagt dazu ein St. Galler Wirtschafts-Professor. Ein Verkauf der STI an Oehler hätte unter diesen Umständen einen «unguten Beigeschmack». Genau das, nämlich Zweifel an der Lauterkeit, will man bei der AFG aber vermeiden, wie es dort heisst. Edgar Oehler war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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