Energie sparen: Öko-Lampen für die Strasse

Aktualisiert

Energie sparenÖko-Lampen für die Strasse

Nach den klassischen Glühbirnen sollen bald auch die alten Strassenlaternen ausgedient haben. Sind Leuchtdioden eine ökologische Alternative?

von
Alice Kohli
Montage einer LED-Leuchte in Uri. (Bild: Elektrizitätswerk Altdorf)

Montage einer LED-Leuchte in Uri. (Bild: Elektrizitätswerk Altdorf)

Zurzeit werden in der EU Richtlinien ausgearbeitet, die den Verkauf von Quecksilberdampflampen ab dem Jahr 2015 verbieten sollen. Der Grund: Diese Art Strassenbeleuchtung verbraucht viel Strom und erhellt mit ihrem Licht nicht nur die Strasse, sondern das gesamte Umland. Deshalb laufen jetzt schon in verschiedenen Schweizer Gemeinden Pilotprojekte mit Leuchtdioden (LED).

LED produzieren weniger Streulicht und richten ihren Strahl zielgenau auf die Strasse. Zwar wirkt ihr Licht eher kühl – dafür ist es farbecht und enthält keine UV-Strahlung, die Mücken und Motten anzieht. Die Dioden leben bis zu viermal so lang wie Gasdampflampen und verbrauchen 40 Prozent weniger Energie.

Roberto Mucedero, Leiter Technik und Lichtplanung beim Leuchtenhersteller iGuzzini, vermutet deshalb, dass bis in zehn Jahren etwa neunzig Prozent aller neu in Betrieb gesetzten Strassenlampen LED-Leuchten sein werden.

Doch wenn LED dereinst tatsächlich den Markt dominieren, könnte ein neues Umweltproblem auftauchen. Denn die Lichtfarbe der Dioden wird durch so genannte Metalle seltener Erden bestimmt. Auch wenn diese chemischen Elemente so heissen – wirklich selten sind sie nicht. Dafür ist ihr Abbau teuer und belastet die Umwelt stark.

Schon heute finden Metalle seltener Erden in vielen elektronischen Geräten Verwendung. Jedoch lohnt es sich nicht, sie zu recyceln, da ein einzelnes Gerät nur kleine Mengen davon enthält, weiss Ueli Kasser, umweltchemischer Berater der Stiftung Entsorgung Schweiz. «Rentabel würde das Recycling erst, wenn der Preis der seltenen Erden massiv ansteigen würde.»

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in 20 Minuten wird unterstützt durch die GEBERT RÜF STIFTUNG und die Stiftung Mercator Schweiz.

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