Aktualisiert 07.12.2010 18:31

Glarus

Ökologische Kriterien bei Autos

Im Glarnerland soll die Motorfahrzeugsteuer für Autos und Lastwagen neu nach ökologischen Kriterien erhoben werden. Die Regierung schlägt ein Bonus-Malus-System vor: Für schadstoffarme Fahrzeuge gibts Rabatte, solche mit viel C02-Ausstoss werden stärker belastet.

Die Ökologisierung der Verkehrssteuer stützt sich auf das Rabattmodell der Vereinigung der Strassenverkehrsämter. Das Modell sei effektiv und lasse sich mit geringem Verwaltungsaufwand umsetzen, schreibt die Regierung in ihrer am Dienstag publizierten Botschaft an das Kantonsparlament, den Landrat.

Konkret ist vorgesehen, dass energieeffiziente Motorfahrzeuge bis maximal drei Jahre nach der Inverkehrsetzung ganz oder teilweise von der Motorfahrzeugsteuer befreit werden können. Die Glarner Regierung sieht vor, auf besonders schadstoffearme Fahrzeuge einen Rabatt von über 50 Prozent zu gewähren. Elektrofahrzeuge bleiben bis 2016 steuerbefreit.

Malus bis zu 30 Prozent

Wenig oder nicht energieeffiziente Fahrzeuge können mit einem Malus von bis zu 30 Prozent belastet werden. Am Hubraum als Bemessungsgrundlage soll festgehalten werden. Die Öko-Steuer ist nicht nur für Autos bis 3,5 Tonnen geplant, sondern auch für schwere Lastwagen.

Der Regierungsrat soll periodisch festlegen können, für welche Fahrzeugklassen welche Ermässigung gewährt respektive welcher Zuschlag erhoben wird. Nach Regierungsangaben wird durch die Einführung der Öko-Steuer mit Ausfällen von rund 400 000 Franken jährlich gerechnet. Sie werden allerdings kompensiert durch geringe, aber unbefristete Zuschläge auf Fahrzeuge mit hohem CO2-Ausstoss. (sda)

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