Öl-Katastrophe im Schwarzen Meer
Aktualisiert

Öl-Katastrophe im Schwarzen Meer

Nach mehreren Schiffsunglücken in der Strasse von Kertsch, die das Schwarze Meer mit dem Asowschen Meer verbindet, droht vor der südlichen Küste Russlands eine Umweltkatastrophe. Acht Matrosen werden noch vermisst.

Mehr als fünf Meter hohe Wellen brachen einen russischen Tanker in zwei Teile, mindestens 1300 Tonnen Heizöl liefen in der Meerenge aus.

Vier Frachtschiffe sanken in dem schweren Wetter, das sich im Laufe des Tages weiter verschlechterte. Drei Schiffe hatten Schwefel geladen.

Der Untergang der Schiffe sei auf deren schlechten Zustand und Fehler der Besatzungen zurückzuführen, sagte der Leiter des russischen Seenotrettungsdienstes am Montag. Zudem seien die Unwetterwarnungen in der Region generell zu ungenau. Der stellvertretende Chef der russischen Umweltschutzbehörde, Oleg Mitwol, sprach von «schweren Umweltunfällen».

Nach ursprünglich 23 Matrosen wurden am Montagmorgen noch 8 Seeleute vermisst. Experten hielten es aber für möglich, dass andere Schiffe oder Boote die Schiffbrüchigen aufnahmen, ohne dass der Seenotrettungsdienst davon gleich informiert wurde.

Am schlimmsten hatte der Sturm in der Strasse von Kertsch gewütet, die das Schwarze Meer mit dem Asowschen Meer verbindet. Aus einem havarierten Tanker liefen dort 2000 Tonnen Heizöl aus. Wenige Seemeilen weiter ging ein Frachtschiff mit 3500 Tonnen Schwefel unter. (sda)

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