Aktualisiert 20.10.2006 05:22

Öl zu billig - Fördermenge gedrosselt

Die Ölpreise sinken und sinken. Umd den Preiszerfall zu stoppen, hat die OPEC eine Drosselung ihrer täglichen Öl-Produktionsmenge um 1,2 Millionen Barrel beschlossen.

Algeriens Energieminister Chakib Khelil kündigte nach einer Konferenz des Ölkartells in Katar heute Morgen an, dass ab dem 1. November pro Tag 26,3 Millionen Barrel Öl gefördert werden. Die Drosselung fiel höher aus als allgemein erwartet. Vor Beginn der Konferenz in Doha am Donnerstagabend war eine Verringerung der täglichen Produktion um lediglich eine Million Barrel als Marke im Raum gestanden.

Zuletzt hatte die OPEC im April 2004 eine Drosselung beschlossen. Khalil sagte, sie werde von allen OPEC-Mitgliedern mitgetragen, die Quoten unterliegen. Ausgenommen wurde nur der Irak, der nach dem Krieg immer noch Probleme hat, seine Ölindustrie wieder in die Gänge zu bekommen.

Venezuelas Ölminister Rafael Ramirez erklärte nach der Sitzung, vielleicht müsse die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) bei ihrem Treffen Mitte Dezember im nigerianischen Abuja eine zusätzliche Drosselung um 500.000 Barrel (1 Barrel = 159 Liter) beschliessen.

Der Preis für US-Öl war vor Beginn der Doha-Konferenz zwar angezogen. Insgesamt ist Öl aber weiter rund 20 Dollar billiger als im Sommer. Nächstes Jahr wird allgemein ein Rückgang der Nachfrage erwartet, zumal die Öllager in dem wichtigen Abnehmerland USA gut gefüllt sind.

(sda)

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