Studie: Ölpest hinterliess weniger Spuren als befürchtet
Aktualisiert

StudieÖlpest hinterliess weniger Spuren als befürchtet

Der Meeresboden unter der im Golf von Mexiko gesunkenen Ölplattform «Deepwater Horizon» ist laut einer neuer Studie weniger verseucht als zunächst angenommen.

Die Ölplattform «Deepwater Horizon» im Golf von Mexiko kurz vor dem Versinken.

Die Ölplattform «Deepwater Horizon» im Golf von Mexiko kurz vor dem Versinken.

Die Öl-Konzentrationen am Meeresboden lägen weit unter den schädlichen Grenzwerten, hiess es in der am Freitag veröffentlichten Studie im Auftrag der US-Küstenwache.

Ausnahme ist dem Bericht zufolge die Gegend in einem Umkreis von etwa zwei Kilometern rund um die Ölplattform «Deepwater Horizon», die am 20. April explodiert war. «Wir haben keine rückgewinnbare Mengen an Öl am Meeresboden gefunden», sagte Konteradmiral Paul Zukunft.

Widersprüchliche Berichte

Der Studie zugrunde liegen 17 000 Wasser- und Gesteinsproben. Untersucht wurden die Proben von Wissenschaftlern, die für die Regierung arbeiten. In einem anderen Bericht unabhängiger Wissenschaftler hiess es dagegen kürzlich, dass das Öl Flora und Fauna am Meeresboden wie beispielsweise Korallen, Gorgonien und Posthörnchenwürmer getötet habe.

Bei der Explosion waren elf Arbeiter ums Leben gekommen. Aus dem Bohrloch flossen anschliessend über Wochen mehr als 780 Mio. Liter Öl ins Meer. Erst Mitte Juli konnte die Quelle provisorisch verschlossen werden. Bis zur endgültigen Versiegelung vergingen nochmals mehrere Wochen.

(sda)

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