Ölpreis auf Halbjahrestief
Aktualisiert

Ölpreis auf Halbjahrestief

Zum ersten Mal seit mehr als einem halben Jahr ist der Ölpreis wieder unter 60 Dollar je Barrel gerutscht.

Der Preis für amerikanisches Leichtöl fiel im elektronischen Handel an den Rohstoffbörsen auf 59,65 Dollar, das sind 90 Cent weniger als am Freitag. Zuletzt wurde die 60-Dollar-Grenze am 13. März unterschritten. Damit ist das Barrel Öl jetzt rund 18 Dollar billiger als zu Rekordzeiten im Sommer.

In Deutschland liegt der Preis für Treibstoff weiter auf dem Jahrestiefstand, der vor einer Woche erreicht worden war. Ein Liter Superbenzin kostete am Montag im Bundesschnitt laut Aral 1,21 Euro, ein Liter Diesel 1,07 Euro.

Zwei Hauptgründe führten zu dem kräftigen Rückgang am Montag: BP hat die Wiederaufnahme der Produktion in einem Teil des Feldes in Prudhoe Bay in Aussicht gestellt. Hier musste die Förderung Anfang August wegen rostiger Pipelines teilweise eingestellt werden.

Ausserdem ziehen sich nach Expertenmeinung Spekulanten aus dem Öl zurück. Als Grund dafür wurde der jüngsten Preisverfall beim Öl unter anderem wegen sinkender Versorgungsängste etwa durch die sich weiter entspannende Lage im Nahen Osten genannt. Ausserdem beruhigen die ausreichenden Lagerbestandsdaten der USA die Märkte. Zudem verlief die Hurrikan-Saison im Atlantik bislang glimpflicher als erwartet. Im vergangenen Jahr hatten mehrere Hurrikans auch in den Ölförderanlagen am Golf von Mexiko gewütet, was die Preise explodieren liess. (dapd)

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