Aktualisiert 11.06.2008 21:12

US-Börsen im MinusÖlpreis und Finanzsektor belasten US-Börsen

Die Aktienmärkte in den USA sind tief ins Minus gerutscht. Auf die Stimmung drückte unter anderem der Ölpreis, der durch einen unerwartet deutlichen Rückgang der US-Lagerbestände für Rohöl nach oben getrieben wurde.

Gerüchte über neue Probleme bei den Investmentbanken Lehman Brothers und Goldman Sachs sorgten zudem für deutliche Verluste bei den Finanztiteln. Auch die US-Notenbank konnte den Anlegern keine Hoffnung auf bessere Zeiten machen: In ihrem jüngsten Konjunkturbericht Beige Book warnte die Federal Reserve noch eindringlicher vor den wirtschaftlichen Folgen des hohen Preisdrucks in den USA.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor bis zum Handelsschluss 1,68 Prozent auf 12.083 Punkte. Im Verlauf pendelte er zwischen 12.079 und 12.286 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 1,69 Prozent auf 1335 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rutschte 2,24 Prozent ins Minus auf 2394 Punkte.

US-Leichtöl kostete im späten US-Handel 136,60 Dollar je Barrel. Erst am Freitag hatte der Ölpreis unter anderem wegen des Kursrutsches beim Dollar ein Rekordhoch von über 139 Dollar erreicht und damit weltweit für Unruhe gesorgt.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen wegen des neuerlichen Anstiegs die Aktien von energieintensiven Unternehmen. Deutliche Verluste verbuchten zudem Finanztitel.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,39 Milliarden Aktien den Besitzer. 589 Werte legten zu, 2577 gaben nach und 62 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,09 Milliarden Aktien 658 im Plus, 2217 im Minus und 107 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 5/32 auf 98-12/32. Sie rentierten mit 4,075 Prozent. Die 30- jährigen Bonds fielen 3/32 auf 94-27/32 und hatten eine Rendite von 4,698 Prozent.

(sda)

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