Geschlossene Gesellschaft: Ösis gewähren Viletta «Feier-Asyl»
Aktualisiert

Geschlossene GesellschaftÖsis gewähren Viletta «Feier-Asyl»

Sandro Vilettas Goldmedaille kam auch für die Verantwortlichen im House of Switzerland überraschend. Er muss beziehungsweise darf seinen Triumph mit den Österreichern feiern.

von
dke

Sandro Viletta blieb es am Freitag verwehrt, seine überraschende Goldmedaille im House of Switzerland in Sotschi zu feiern. Dieses war von einer «geschlossenen Gesellschaft» besetzt.

Doch dank den guten Kontakten von Alpinchef Rudi Huber und Männer-Cheftrainer Walter Hlebayna, den beiden Österreichern in führenden Funktionen bei Swiss-Ski, wurde kurzerhand eine Alternative gefunden. Obwohl die Österreicher in der Super-Kombination leer ausgegangen waren, gewährten sie Viletta spontan «Party-Asyl» im «Austria-Tirol-House» in Krasnaja Poljana. Dort musste der Bündner selbstredend nicht alleine feiern. Bronze-Gewinner Christof Innerhofer, die deutschen Gold-Schlittler, Ski-Grössen wie Bernhard Russi und Bode Miller und viele weitere waren zugegen.

Viletta der «Retro-Romane»

Im Rahmen der Feier führte Moderator Rainer Pariasek ein langes Interview mit dem frisch gebackenen Champion. Dabei kam ans Licht, dass sich Pariasek wohl nicht allzu gut vorbereiten konnte. Er fordert Viletta dazu auf, dem ORF-Publikum doch etwas auf «retro-romanisch» zu erzählen. «Damit wir einen Eindruck gewinnen, wie sich das anhört», so der Moderator.

Viletta nimmt ihm den, zugegeben etwas lustigen, Versprecher nicht übel, setzt ein breites Grinsen auf und erfreut die Zuschauer mit einer Kostprobe unserer vierten Landessprache.

Auch im House of Switzerland wird noch gefeiert

Dennoch wird die Gold-Medaille von Viletta natürlich auch noch im House of Switzerland gefeiert. Die Athleten werden jeweils mit allen Ehren im Schweizer Domizil empfangen.

Sandro Viletta spricht «retro-romanisch». (Video: Youtube) (dke/si)

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