13.09.2020 11:21

Bundeskanzler Sebastian KurzÖsterreich erlebt «Beginn der zweiten Welle» der Pandemie

Bald werde man die Marke von 1000 neuen Fällen pro Tag erreichen. Damit rechnet der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz.

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«Was wir gerade erleben, ist der Beginn der zweiten Welle», erklärte Sebastian Kurz am Sonntag.

«Was wir gerade erleben, ist der Beginn der zweiten Welle», erklärte Sebastian Kurz am Sonntag.

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 Als «besonders dramatisch» beschrieb Kurz die Lage in Wien, wo mehr als die Hälfte aller registrierten Neuinfektionen in Österreich verzeichnet werden.

Als «besonders dramatisch» beschrieb Kurz die Lage in Wien, wo mehr als die Hälfte aller registrierten Neuinfektionen in Österreich verzeichnet werden.

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Kurz appellierte an die Bevölkerung Österreichs, soziale Kontakte zu reduzieren, eine Maske zu tragen und Abstand zu halten.

Kurz appellierte an die Bevölkerung Österreichs, soziale Kontakte zu reduzieren, eine Maske zu tragen und Abstand zu halten.

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Darum gehts

  • Die Zahl der Coronafälle in Österreich steigt.
  • Bundeskanzler Kurz spricht vom «Beginn der zweiten Welle».
  • In Wien ist die Situation «besonders dramatisch».

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz erwartet einen weiteren starken Anstieg der Corona-Zahlen in Österreich und vor allem in Wien. «Was wir gerade erleben, ist der Beginn der zweiten Welle», erklärte der Regierungschef am Sonntag der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

«Waren es vor zwei Wochen noch rund 350 Ansteckungen pro Tag, lagen wir gestern bereits bei über 850.» Bald werde man die Marke von 1000 neuen Fälle pro Tag erreichen. Als «besonders dramatisch» beschrieb Kurz die Lage in Wien, wo mehr als die Hälfte aller registrierten Neuinfektionen in Österreich verzeichnet werden. Am Sonntag schlug die täglich schwankende Zahl der Neuinfektionen mit 463 neu gemeldeten Fällen landesweit zunächst wieder nach unten aus.

Höchster Anstieg seit März

Kurz warnte vor einem harten Herbst und Winter: «Daher sind wir jetzt alle aufgerufen und gefordert, mit gleicher Disziplin und Rücksicht wie im Frühjahr auch die Herausforderungen der kommenden Monate gemeinsam zu meistern.» Er bat die Bevölkerung, die Massnahmen einzuhalten, soziale Kontakte zu reduzieren, Mund-Nasen-Schutz zu tragen und Abstand zu halten.

Rund 6200 Menschen gelten aktuell in Österreich als an Covid-19 erkrankt, mehr als 3000 von ihnen in Wien. Mit 869 registrierten Neuinfektionen in 24 Stunden wurde am Samstag der höchste Anstieg seit Ende März gemessen, allerdings bei deutlich mehr Tests und weniger schweren Fällen. Die Anzahl der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten stieg jedoch binnen einer Woche bis Sonntag um ein Drittel auf 226; von ihnen waren 44 auf der Intensivstation.

(DPA)

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