01.07.2020 17:18

Quarantäne bei Rückkehr

Österreich ruft höchste Reisewarnung für Westbalkan-Länder aus

Reisende aus dem Westbalkan haben in den vergangenen Wochen Virus-Ausbrüche in Österreich ausgelöst. Die Regierung hat nun eine Reisewarnung ausgegeben.

von
Bianca Lüthy, Sven Forster
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Österreich spricht eine Reisewarnung für westbalkanische Länder aus.

Österreich spricht eine Reisewarnung für westbalkanische Länder aus.

KEYSTONE
Der österreichische Aussenminister Alexander Schallenberg hat dies am Dienstag bekannt gegeben.

Der österreichische Aussenminister Alexander Schallenberg hat dies am Dienstag bekannt gegeben.

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Gesundheitsminister Rudolf Anschober spricht vor einem  «problematischen Trend» auf dem Balkan.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober spricht vor einem «problematischen Trend» auf dem Balkan.

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Obwohl die Corona-Massnahmen in vielen Ländern bereits wieder gelockert werden, steht die Reisefreiheit in Österreich aufgrund der befürchteten zweiten Welle auf wackligen Beinen.

Die Regierung hat am Mittwoch die höchste Reisewarnstufe über alle sechs Balkanstaaten – Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, den Kosovo, Albanien und Nordmazedonien – ausgegeben. Das gaben Aussenminister Alexander Schallenberg, Gesundheitsminister Rudolf Anschober, Innenminister Karl Nehammer und Integrationsministerin Susanne Raab im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt.

«Problematischer Trend»

In den vergangenen Wochen sei es vermehrt zu Clusterbildungen durch Reisende aus dem Westbalkan in den österreichischen Regionen Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark und Kärnten gekommen. Anschober spricht von einem «problematischen Trend» auf dem Balkan, der wirksame Gegenmassnahmen erfordere. Deshalb soll nun an den Grenzen wieder verstärkt kontrolliert werden, weitere Massnahmen in den vielen Reisebussen und Reisewarnungen ausgegeben werden.

Reisen in die oben genannte Länder sollen gänzlich vermieden werden. Wer dennoch dorthin fährt, muss eine vierzehntägige Quarantäne einhalten oder einen Corona-Test machen. Dies werde auch kontrolliert. Der Innenminister: Weil bei den Rückkehrern aus dem Westbalkan «auch das Coronavirus im Gepäck sein kann», sollen nun an den südlichen Landesgrenzen, bzw. in deren Nahebereich wieder verstärkte Kontrollen durchgeführt werden. Wer gegen die gültigen Bestimmungen bei der Einreise verstösst, dem drohen hohe Geldstrafen bis zu 1450 Euro.

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