Aktualisiert 18.12.2008 17:35

Mode-DrogeÖsterreich stoppt Handel mit «Spice»

Österreich hat den Handel mit der umstrittenen Kräutermischung «Spice» vorläufig gestoppt. Das Gesundheitsministerium berief sich dabei auf Paragraf 78 des Arzneimittelgesetzes, demzufolge der Handel mit Substanzen sofort unterbunden werden kann, wenn eine akute Gefährdung vorliegt.

Bei «Spice» wurde in Deutschland bei Untersuchungen der Wirkstoff JWH-018 gefunden, eine künstlich hergestellte Substanz, die viermal stärker wirkt als der natürlich Cannabis-Wirkstoff THC, wie die Nachrichtenagentur APA berichtete. Aus dem Ministerium verlautete, dass auch bei Proben in Österreich JWH-018 nachzuweisen war.

Der Paragraf 78 des Arzneimittelgesetzes sieht vor, dass der Handel ab sofort für 14 Tage gestoppt ist. Dann muss per Verordnung eine dauerhafte Lösung gefunden werden. Eine solche Verordnung kündigte das Ministerium bereits an. «Spice» könnte umgekehrt ein ganz normales Zulassungsverfahren nach dem Arzneimittelgesetz durchlaufen. Basierend auf einem Gutachten sei das Risiko des Wirkstoffes als hoch einzustufen, wenngleich noch nicht völlig absehbar, erklärte das Ministerium. (dapd)

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