Dauerregen: Österreich und Bayern versinken
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DauerregenÖsterreich und Bayern versinken

Nach mehr als zwei Tagen Dauerregen spitzte sich am Mittwoch die Lage in den Hochwassergebieten Deutschlands und Österreichs zu. Es wird befürchtet, dass es zu Todesopfern kommen könnte.

Nach Angaben der Polizei stürzte am Dienstagnachmittag ein Geländewagen bei Graz in die Hochwasser führende Mur. Obwohl die Polizei sofort eine intensive Suche einleitete, konnten zunächst weder das Fahrzeug noch mögliche Insassen gefunden werden. Die Polizei ging davon aus, dass das Fahrzeug wegen der starken Strömung schnell abtrieb.

Lunz am See im See

Vor allem am Alpenrand in Nieder- und Oberösterreich fielen riesige Regenmengen - in St. Pölten zum Beispiel innerhalb von 48 Stunden 164 Liter pro Quadratmeter. Statistisch fallen solche Mengen etwa alle 50 Jahre. Die grösste Wassermenge wurde in Lunz am See mit 207 Litern gemessen.

Meteorologen sagten voraus, dass der Regen bis Donnerstag langsam nachlässt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur APA waren am Mittwochmittag allein in Oberösterreich 2500 Feuerwehrleute im Dauereinsatz. Die Flüsse Steyr, Enns, Krems und Traun traten an mehreren Stellen über die Ufer.

Auch in anderen österreichischen Bundesländern behinderten Hochwasser und Murenabgänge den Verkehr. Nach Angaben des Automobilclubs ÖAMTC waren etwa 50 Strassen gesperrt. Im Osten der Alpenrepublik waren Bahnstrecken teilweise gesperrt.

Unfälle auf deutschen Autobahnen

In Süddeutschland führte der Dauerregen besonders in Oberbayern zu Überflutungen von Äckern und kleineren Strassen. Die höchste Niederschlagsmenge meldete der Wetterdienst Meteomedia von der Winkelmoos-Alm mit über 138 Litern innerhalb von 48 Stunden. Auf oberbayerischen Autobahnen kam es auf nassen Fahrbahnen zu mehreren Unfällen. (sda)

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