Schon mehrere Fälle bekannt – Österreicher lässt sich absichtlich mit Covid anstecken – nun ist er tot
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Schon mehrere Fälle bekanntÖsterreicher lässt sich absichtlich mit Covid anstecken – nun ist er tot

Um an ein Zertifikat als Genesener zu kommen, lassen sich manche Menschen absichtlich mit Covid-19 infizieren. Für einen 55-Jährigen aus der Steiermark endete dies tödlich.

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Covid-Infektionen können auch bei jüngeren Patienten auf die Intensivstation führen.

Covid-Infektionen können auch bei jüngeren Patienten auf die Intensivstation führen.

DPA
Ein Steirer (55) unterschätzte die Gefahren der Krankheit – und starb an einer absichtlich zugezogenen Ansteckung mit dem Corona-Virus.

Ein Steirer (55) unterschätzte die Gefahren der Krankheit – und starb an einer absichtlich zugezogenen Ansteckung mit dem Corona-Virus.

20min/Marvin Ancian

Darum gehts

  • Offenbar lassen sich immer wieder Gesunde mit Covid-19 infizieren, um an ein Genesenen-Zertifikat zu kommen.

  • Das endete laut österreichischen Zeitungen für einen 55-jährigen Steirer nun tödlich.

  • Bei einer Wilderkrankung sei der Verlauf «unkalkulierbar», sagt ein Experte.

Das Phänomen ist zumindest in Österreich nicht ganz neu, tritt laut der «Kleinen Zeitung» seit der Einführung von 2G aber wieder häufiger auf: Um der Impfung zu entgehen lassen sich gesunde Skeptiker absichtlich mit dem Coronavirus anstecken, um nach der Genesung ein sechs Monate gültiges Zertifikat zu bekommen. Dazu würden sogar regelrechte Corona-Partys gefeiert, bei denen Gesunde mit voller Absicht auf Erkrankte treffen, weiss das Blatt. Natürlich hoffen die frisch Infizierten auf einen milden Verlauf der Krankheit.

Dies ist allerdings nicht immer der Fall. So berichtet eine Ärztin aus dem besonders stark betroffenen Bezirk Liezen in der Steiermark von einem Fall, bei der ein 55 Jahre alter Mann aus dem Ennstal nach der Ansteckung schwer erkrankte und schliesslich an den Folgen starb. Zudem sollen vier junge Männer unter 30 nun an den Folgen von Long Covid leiden.

«Hirn fällt auf Reptilienstufe zurück»

Die Medizinerin erzählt im Bericht weiter, es seien keineswegs nur ungebildete und wenig intelligente Menschen, die auf die Idee der Selbstinfektion kommen. «Einer ist etwa Jurist und sicher nicht dumm. Auch sonst sind dort oft Menschen aus der Mitte der Gesellschaft», zitiert die «Kleine Zeitung» die Ärztin. Das Thema sei dermassen emotionalisiert, «dass das Hirn auf eine Art Reptilienstufe zurückfällt».

Dass die Praxis aus medizinischer Sicht «pervers» sei, bestätigt auch Arzt Georg Fritsch aus Schladming. Es sei zwar erstrebenswert, möglichst viele Antikörper zu bekommen, doch dafür sei nun mal die Impfung am besten geeignet. «Bei einer Wilderkrankung ist der Verlauf unkalkulierbar.»

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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(trx)

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