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Österreicher punkten gegen Lindt & Sprüngli

Der österreichische Familienbetrieb Hauswirth hat vor Gericht gegen den Schweizer Schokolade-Konzern Lindt & Sprüngli im «Krieg der Hasen» einen Teilerfolg erzielt.

Das Handelsgericht Wien wies in einem noch nicht rechtskräftigen Urteil eine Unterlassungsklage von Lindt & Sprüngli gegen Hauswirth ab, die auf eine Einstellung der Produktion des Schokohasen in Goldfolie abzielte. Die Schweizer wollen gegen die Entscheidung Berufung einlegen.

Seit 2004 – damals flatterte Hauswirth eine einstweilige Verfügung ins Haus – liegen die beiden Schokoladehersteller im Clinch. «Wir freuen uns natürlich sehr über diesen ersten Erfolg», kommentierte Geschäftsführer Roman Hauswirth gegenüber der APA das Urteil. Der Rechtsstreit könne aber womöglich «noch Jahre» dauern.

Etwas überrascht über das Urteil zeigte sich der Anwalt von Lindt & Sprüngli, Lothar Wiltschek: «Wir werden gegen das Urteil Berufung einlegen. Darüber entscheidet dann das Oberlandesgericht in etwa sechs bis neun Monaten. Ich bin sehr zuversichtlich», sagte Wiltschek.

Das Gericht befand dieses Mal, dass die prägenden Elemente des Goldhasen – nämlich seine Sitzform, die Goldfolie sowie die rote Masche – schutzunfähig seien. Es handle sich dabei um bei Osterhasen unentbehrliche traditionelle Gestaltungselemente. (sda)

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