Aktualisiert 20.04.2007 04:37

Österreicher verkaufen ihre Berge

In Österreich blüht eine neue Form der Werbung. Firmen kaufen Berggipfel und lassen sie nach einem zu bewerbenden Produkt umbenennen.

So hat das Wiener Fleischwaren-UnternehmenWiesbauer den Hausberg des Dorfes Prägraten gekauft, wie der «Blick» berichtet. Noch hiesst der 2700 Meter hohe Berg Mullwitzkogel, doch schon bald wird man den Gipfel nur noch als Wiesbauer-Spitze kennen.

Möglich war dies, weil die betroffene Gemeinde selber bestimmen konnte, wie ihre Hausberg heisst. Wieviel Wiesbauer für den neuen Namen des Mullwitzkogel bezahlt hat, ist nicht bekannt.

In der Schweiz wird es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht soweit kommen. Die Namensgebung für Berge liegt in Kompetenz der Kantone. Diese akzeptieren in der Regel historisch gewachsene und sinnvolle Namen für die Berge. Auch der Schweizerischen Alpen Club würde sich wehren, sollten Initiativen entstehen, Berggipfel nach Firmen zu benennen.

Ähnliches passiert in Österreich: Der Alpenverein weigert sich, die Mullwitzkogel in seinen Karten in Wiesbauer-Spitze umzubenennen.

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