Sie bildet keine Antikörper – Österreicherin (66) bekam schon die vierte Corona-Impfung
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Sie bildet keine AntikörperÖsterreicherin (66) bekam schon die vierte Corona-Impfung

Eine Rentnerin aus Wien konnte wegen einer chronischen Erkrankung keinen vollständigen Impfschutz aufbauen. Die vierte Spritze soll dies nun endlich ändern.

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Bozidarka S. zeigt ihren Impfpass. Die Rentnerin bildete wegen einer chronischen Erkrankung keine Antikörper. Die vierte Corona-Impfung solls nun richten.

Bozidarka S. zeigt ihren Impfpass. Die Rentnerin bildete wegen einer chronischen Erkrankung keine Antikörper. Die vierte Corona-Impfung solls nun richten.

Heute.at/Sabine Hertel
Jede zehnte Person mit einer chronisch-entzündlichen Erkrankung entwickelt nach einer Corona-Impfung keine neutralisierenden Antikörper.

Jede zehnte Person mit einer chronisch-entzündlichen Erkrankung entwickelt nach einer Corona-Impfung keine neutralisierenden Antikörper.

20min/Celia Nogler
Bei gesunden Personen ist es nur einer von 100, der keine Antikörper bildet.

Bei gesunden Personen ist es nur einer von 100, der keine Antikörper bildet.

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

  • Eine Österreicherin bildet nach der Covid-Impfung keine Antikörper.

  • Ihr wurde nun die vierte Impfung verabreicht.

  • Die Rentnerin leidet an Asthma und Diabetes.

Bozidarka S. liess sich Ende September bereits zum vierten Mal gegen Corona impfen. «Zuerst glaubten wir an einen Fehler», erzählt ihr Enkel.

Die Rentnerin leidet an Asthma und Diabetes. Um sich vor Covid zu schützen, liess sie sich im Frühling zwei Mal mit dem Vakzin von Moderna impfen. Als sie einige Zeit später wegen eines Kreislaufkollaps ins Spital musste, legte man ihr nach Untersuchungen die dritte Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca nahe.

Doch dabei sollte es nicht bleiben, denn: «Die Patientin konnte aufgrund einer Grunderkrankung bisher keine Antikörper bilden», erklärte Karin Fehringer, Sprecherin Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien.

Die vierte Spritze, wieder mit Moderna, soll die Antikörper der 66-Jährigen nun endlich in die Höhe schnellen lassen. Eine Kontrolle nächste Woche soll Gewissheit bringen. «An sich ist der Fall nicht bedenklich. Ein Überimpfen ist nicht zu erwarten», gibt der österreichische Impf-Experte Professor Herwig Kollaritsch Entwarnung.

Nur eine Person von 100 bildet keine Antikörper

20 Minuten berichtete bereits im Mai, dass laut einer Studie jede zehnte Person mit einer chronisch-entzündlichen Erkrankung auch nach der mRNA-Impfung keine neutralisierenden Antikörper gegen Covid-19 entwickelt. Bei den gesunden Personen war es nur eine von 100.

Experten und Expertinnen raten deshalb zu einer neuerlichen Impfung – idealerweise mit einem anderen Impfpräparat. Das Nichtvorhandensein von Antikörpern bedeutet nicht, dass überhaupt kein Schutz vorliegt.

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BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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(heute.at/job)

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