Österreichischer Vizekanzler will Dialog im Steuerstreit
Aktualisiert

Österreichischer Vizekanzler will Dialog im Steuerstreit

Der österreichische Vizekanzler Wilhelm Molterer hat im Steuerstreit zwischen der Schweiz und der EU zum Dialog aufgerufen. Er traf heute mit Bundesrat >Merz zusammen.

Seine Erfahrung sei, dass offene Fragen besser im Gespräch als in der Konfrontation angegangen würden, sagte er heute nach einem Treffen mit Bundesrat Hans-Rudolf Merz in Kehrsatz.

Der österreichische Finanzminister Molterer informierte Merz auf dem bundesrätlichen Landsitz Lohn formell darüber, dass in der EU in den kommenden Tagen ein Mandat zum Steuerstreit verabschiedet werde, wie er im Anschluss vor den Medien sagte. Er rief dazu auf, die offenen Fragen auf korrekte Weise anzugehen. «Dialog ist immer die richtige Antwort», sagte er. Das Gespräch werde die Schweiz nicht verweigern, sagte Merz. Er könne sich aber nicht vorstellen, dass es zu Verhandlungen kommen werde.

Die beiden Finanzminister tauschten sich weiter über die Staatsfinanzen aus und einigten sich auf ein gemeinsames Vorgehen bei der Besteuerung der Euro08. Zudem sprachen sie über die Finanzmarktaufsicht und die Geldwäschereibekämpfung, wie Merz sagte. Molterer betonte vor den Medien die enge Verknüpfung der beiden Länder. Der Besuch in der Schweiz sei denn auch sein erster Besuch im Nicht-EU-Ausland seit seinem Amtsantritt. Molterer lud Bundesrat Merz und den deutschen Finanzminister Peer Steinbrück für den kommenden Sommer zum traditionellen Dreiertreffen der deutschsprachigen Finanzminister ein. (dapd)

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