Coronavirus – Österreichs schärfere Regeln zeigen Wirkung
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CoronavirusÖsterreichs schärfere Regeln zeigen Wirkung

Seit einer Woche gilt in Österreich die 2G-Regel, die Ungeimpfte trifft und aus vielen Bereichen des öffentlichen Lebens ausschliesst. Ein Effekt: Die Impfquote ist gestiegen.

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Welche Regeln gelten neu in Österreich?

Welche Regeln gelten neu in Österreich?

DPA
In Österreich gilt ab 8. November 2021 landesweit die 2G-Regel.

In Österreich gilt ab 8. November 2021 landesweit die 2G-Regel.

AFP/Hans Punz
Damit reagiert das Land auf die höchsten Fallzahlen innert 24 Stunden seit Beginn der Pandemie.

Damit reagiert das Land auf die höchsten Fallzahlen innert 24 Stunden seit Beginn der Pandemie.

Reuters/Lisi Niesner

Darum gehts

  • Nachdem Österreich einen neuen Höchststand erreicht hatte, wurden die Massnahmen verschärft.

  • Zuerst galt 3G am Arbeitsplatz, dann kam die 2G-Regel hinzu.

  • Das scheint die Menschen zum Impfen zu bewegen.

  • Noch immer aber liegt die Impfquote Österreichs unter jener der Schweiz.

Die deutliche Verschärfung der Regeln für Ungeimpfte hat in Österreich die Zahl der Corona-Impfungen spürbar nach oben klettern lassen. In den ersten zehn Tagen nach Einführung der 3G-Regel am Arbeitsplatz wurden insgesamt mehr als 420’000 Stiche verzeichnet, wie aus Zahlen der Ministerien hervorgeht. In den zehn Tagen davor waren es rund 157’000. Seit 8. November gilt obendrein eine 2G-Regel, die Ungeimpfte aus weiten Teilen des öffentlichen Lebens ausschliesst.

Ein Grossteil der Impfungen (235’000) entfiel seit 1. November auf Drittstiche. Zum ersten Mal liessen sich 123’000 Menschen gegen das Coronavirus durch die Injektion schützen. Eine zweite Dosis holten sich den Zahlen zufolge 64’000 Bürgerinnen und Bürger. Die Impfquote liegt in Österreich bei aktuell etwa 65 Prozent der Gesamtbevölkerung, das ist etwas schlechter als der Schweizer Wert – dieser liegt bei knapp über 66 Prozent.

Der Druck auf Ungeimpfte wird sich noch erhöhen. Eine Übergangsfrist, in der ungeimpfte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ersatzweise ganztags eine FFP2-Maske tragen dürfen, endet am 15. November. Die Arbeitgeber sind aufgerufen, stichprobenartig zu kontrollieren, ob ihre Beschäftigten geimpft, genesen oder getestet sind. Bei Verstössen drohen Strafen von bis zu 500 Euro für Arbeitnehmende und bis zu 3600 Euro für die Unternehmen. Es steht im Raum, dass ab Mitte des Monats unter den Testangeboten nur noch PCR-Tests als Zutritt-Erlaubnis zum Arbeitsplatz gelten.

Von der 3G-Regel am Arbeitsplatz sind nur Beschäftigte ausgenommen, die praktisch keinen längeren Kontakt zu anderen Menschen haben, wie zum Beispiel Lastwagenfahrer.

(DPA/roy)

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