Schweizer Premiere: ÖV-Abo fürs Handy macht Anstehen überflüssig
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Schweizer PremiereÖV-Abo fürs Handy macht Anstehen überflüssig

Zusammen mit dem BLT haben die BVB das schweizweit erste digitale ÖV-Abo lanciert. Eine am Montag vorgestellte App löst die bisherige Papierquittung ab.

von
fh

Ab dem 5. September kann das U-Abo via App auf das Handy geladen werden.

Das Umweltschutz-Abo, das ÖV-Abo der Region Basel, wird Smartphone-tauglich. Laut Vertretern der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) und Baselland Transport (BLT) ist die Abo-App für Smartphones eine Schweizer Premiere. «Wir betreten Neuland», sagte BVB-Direktor Erich Lagler vor den Medien. Im Vordergrund sei der einfache Zugang für Kunden und die Sicherheit des Systems gestanden. Auch sollten die Vertriebskosten möglichst tief gehalten werden.

BLT-Direktor Andreas Büttiker wies darauf hin, dass monatlich 180'000 Personen ein U-Abo des Tarifverbundes Nordwestschweiz (TNW) kaufen. 77 Prozent der Kunden nutzen die Quittung des Einzahlungsscheines als Träger des Abos. Mit der neuen App können Kunden nun das Abo selbständig erwerben – lange Warteschlangen bei den Kundenzentren der BVB und BLT oder der Post sollen der Vergangenheit angehören. Billettautomaten sollen ebenfalls überflüssig werden. «Deren Unterhalt verursacht hohe Kosten», sagte Büttiker.

Gültigkeit frei wählen

Die kostenlose Abo-App ist ab sofort auf deutsch und englisch nutzbar. Die Kundschaft kann das U-Abo kaufen, erneuern oder auf ein anderes Handy übertragen. Für das personalisierte Abo müssen ein Passfoto und die Kopie einer Identitätskarte abgelichtet werden. Künftig muss der Fahrgast bei einer Billettkontrolle keinen amtlichen Ausweis mehr vorlegen.

Das per Smartphone abrufbare Abo wird nicht automatisch verlängert. Einige Tage vor Ablauf der Gültigkeit erhält der Abonnent aber ein SMS, mit der an die Erneuerung erinnert wird. Im Gegensatz zum Abo, das mit einem Einzahlungsschein bezahlt wird und nur für Kalendermonate gilt, kann mit der U-Abo-App die Gültigkeit frei gewählt werden. Eine gemeinsame Supportorganisation ist aufgebaut worden, wie die Vertreter von BVB und BLT sagten. Diese soll den Kunden bei Schwierigkeiten behilflich sein. (fh/sda)

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