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Pendler ahoiÖV soll auf den Rhein verlegt werden

Statt mit dem Tram könnten die Basler künftig mit dem Schiff zur Arbeit fahren. Diese Idee findet immer mehr Unterstützer.

von
Jonas Hoskyn
Eine Schiff-ÖV-Linie durch Basel: Was derzeit etwas schräg erscheint, könnte schon bald kommen. (bpg)

Eine Schiff-ÖV-Linie durch Basel: Was derzeit etwas schräg erscheint, könnte schon bald kommen. (bpg)

Was auf den ersten Blick schräg anmutet, wird bei Stadtplanern seit längerem diskutiert: eine Schifffahrtslinie, die nicht nur mit Touristen und Ausflüglern den Rhein hinauftuckert, sondern einen veritablen Bestandteil des ÖV bildet. «Schifffahren soll so normal werden wie das Tram zu benutzen», so Grossrätin Heidi Mück. Bei der Regierung ist momentan noch ein Anzug von ihr hängig, in dem sie sich für die Prüfung einer ÖV-Schifffahrtslinie ausspricht.

Und ihre Idee findet immer mehr Unterstützung: «Jetzt haben wir die grosse Chance, zu prüfen, ob wir nicht einen Teil der Pendlerströme auf die ÖV-Wasserwege bringen sollen», sagte Peter Stalder, Chef der Personenschifffahrts-Gesellschaft (BPG), gestern in der BaZ. Dies vor allem, da mit dem Roche-Turm und dem Novartis-Campus grosse Stand­orte direkt am Fluss liegen. Bei den Behörden rennt er damit offene Türen ein: «Wir sind gerne bereit, für Konzepte und Machbarkeitsstudien Hand zu bieten», so Marc Keller vom Bau- und Verkehrsdepartement (BVD). Eine Idee wäre eine Linie, die vom Dreiländereck im Zickzack durch Basel fährt. «Viel länger als mit dem Tram ginge das nicht», so Keller. Wichtig sei vor allem, abzu­klären, wie gross das Passagierpotenzial sei und wo neue Haltestellen realisierbar wären.

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