ZHAW verschiebt Prüfungen : «Offenbar wurde in der Planung Corona vollständig ausgeklammert»
Publiziert

ZHAW verschiebt Prüfungen «Offenbar wurde in der Planung Corona vollständig ausgeklammert»

Die Verantwortlichen der ZHAW School of Management and Law haben beschlossen, dass die Modul-Endprüfungen von nächster Woche auf die erste März-Woche verschoben werden. Bei den Studierenden sorgt dieser Entscheid für Unverständnis.

von
Sven Forster
1 / 2
Die ZHAW wird kritisiert, weil die Prüfungen der School of Management and Law kurzfristig verschoben werden.  Die Schulleitung hat entschieden, dass aufgrund der Corona-Situation die Prüfungen digital stattfinden. 

Die ZHAW wird kritisiert, weil die Prüfungen der School of Management and Law kurzfristig verschoben werden. Die Schulleitung hat entschieden, dass aufgrund der Corona-Situation die Prüfungen digital stattfinden.

ZHAW
Im Schreiben der ZHAW heisst es: «Aufgrund der hohen Zahl von Prüfungen, die von der Umstellung auf das Online-Format betroffen ist, müssen wir die Prüfungsphase kurzfristig anpassen.»

Im Schreiben der ZHAW heisst es: «Aufgrund der hohen Zahl von Prüfungen, die von der Umstellung auf das Online-Format betroffen ist, müssen wir die Prüfungsphase kurzfristig anpassen.»

ZHAW

Darum gehts

  • Die Modul-Endprüfungen der ZHAW School of Management and Law werden kurzfristig verschoben.

  • Grund dafür ist die aktuelle Corona-Lage.

  • Die Studenten und Studentinnen kritisieren den Entscheid der Schule.

Nächste Woche sollten an der ZHAW School of Management and Law die Modul-Endprüfungen stattfinden. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation entschied die Schulleitung am Donnerstag, dass alle zukünftigen ZHAW-Prüfungen digital ausgeführt werden.

Am Freitag erhielten die Studenten eine neue Information. Statt nächste Woche finden die Prüfungen erst am 1. März statt. Im Schreiben der ZHAW heisst es: «Aufgrund der hohen Zahl von Prüfungen, die von der Umstellung auf das Online-Format betroffen ist, müssen wir die Prüfungsphase kurzfristig anpassen.»

Bei den Studentinnen und Studenten sorgt dieser Entscheid für Unverständnis. M.N.* sagt zu 20 Minuten: «Ich habe viel Zeit investiert, um mich auf die Prüfungen vorzubereiten.» Sie kritisiert, dass die ZHAW die Prüfungen zu lange im Präsenzunterricht durchführen wollte. «Man hat das Ganze ja kommen sehen. Eigentlich ist es völlig inakzeptabel», so die 21-Jährige.

Umstellung braucht Zeit um Prüfungsqualität zu gewährleisten

Eine weitere Leserin sagt: «Eine Schule wie die ZHAW hätte sich mit dem Thema im Voraus auseinandersetzten müssen. Schliesslich ist das Thema Corona nicht neu». Ein weiterer Leser bläst ins selbe Horn: «Offenbar wurde in der Planung Corona vollständig ausgeklammert.» Von einem weiteren Leser heisst es: «Uns wird viel über Risikomanagement vermittelt, aber das, was heute Abend passiert ist, ist der Inbegriff von schlechtem Riskomanagement.» Wie der Leser schreibt, war die Situation im Frühjahr 2020 bereits unübersichtlich.

Die ZHAW bittet die Studenten in ihrer Mitteilung um Entschuldigung. Direktor Reto Steiner: «Wir sind überzeugt, dass die teilweise Umstellung erforderlich ist, um die durchgehend hohe Qualität der Prüfungsdurchführung zu gewährleisten und Ihnen weiterhin faire und stabile Bedingungen zu bieten.»

Die ZHAW hofft, dass sich die Studierenden durch die zusätzliche Vorbereitungszeit besser auf die veränderten Bedingungen einstellen können. Ausserdem kündigt Steiner an: «Selbstverständlich werden die Dozierenden beim Unterricht zu Semesterbeginn auf die zusätzliche Belastung durch die teils dann stattfindenden Prüfungen gebührend Rücksicht nehmen.» Eine Anfrage von 20 Minuten nach Büroschluss blieb von der ZHAW noch unbeantwortet.

Hast du oder jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

Deine Meinung