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Vandalen lassen nicht lockerOft missachtetes Signal musste in sechs Monaten vier Mal ersetzt werden

Auf den rund 60 Metern Weg werden immer wieder Velofahrer erwischt, obwohl dort Fahrverbot herrscht. Hartnäckige Vandalen machten sich aber schon mehrfach an den Schildern zu schaffen.

von
Alexia Mohanadas
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Um dieses Fahrverbot in Basel ist ein Streit entbrannt. Während die Signalisation wiederholt von Unbekannten verklebt oder gar entfernt wurde, hat der Kanton sie jedes Mal wieder aufgestellt.

Um dieses Fahrverbot in Basel ist ein Streit entbrannt. Während die Signalisation wiederholt von Unbekannten verklebt oder gar entfernt wurde, hat der Kanton sie jedes Mal wieder aufgestellt.

Alexia Mohanadas
Während die Schilder immer wieder Vandalen zum Opfer fallen…

Während die Schilder immer wieder Vandalen zum Opfer fallen…

Alexia Mohanadas
…wird das Fahrverbot regelmässig missachtet.

…wird das Fahrverbot regelmässig missachtet.

Alexia Mohanadas

Darum gehts

  • Am St.-Alban-Teich Richtung Weidengasse findet ein Schlagabtausch zwischen dem Basler Baudepartement und Unbekannten.

  • Die Verkehrstafel musste im letzten halben Jahr rund vier Mal ersetzt werden.

  • Die Polizei verteilt dort regelmässig Ordnungsbussen von 30 Franken.

Am St.-Alban-Teich in Basel findet ein Schlagabtausch zwischen Baudepartement (BVD) und Vandalen statt. Während die Vandalen immer wieder Fahrverbotsschilder entfernen, stellt sie die Behörde immer wieder auf. Wer dahinter steckt, ist unklar. Die Täter sind aber hartnäckig. Das Magazin «Mii Quartier» schreibt gar von einem «Kleinkrieg».

«Die Fahrverbotssignale mussten im letzten halben Jahr rund vier Mal ersetzt werden, weil sie überklebt oder entfernt wurden», sagt BVD-Sprecher Daniel Hofer zu 20 Minuten. Dadurch seien bereits Materialkosten von rund 800 Franken entstanden.

Viel Ärger um 60 Meter Fahrverbot

Auf den rund 60 Metern gilt ein Fahrverbot, das auf jeder Seite des Weges mit einem Schild signalisiert ist. Immer wieder werden dort jedoch Velofahrer von Polizisten angehalten und mit einer Ordnungsbusse von 30 Franken bestraft, wie es von Seiten der Polizei heisst.

Laut Polizeisprecher Toprak Yerguz zeigt die Erfahrung bei der Kontrolltätigkeit, dass sich «schwächere» Verkehrsteilnehmer tendenziell mehr Kontrollen wünschen. In diesem Kontext sind das Fussgänger, die möchten, dass Velofahrer mehr kontrolliert werden.

Velo-Lobby ist für Aufhebung

«Meines Erachtens wäre eine Velozulassung dort kein Problem», sagt Roland Chrétien von Pro Velo Basel. Der Verein habe das Thema bereits mit den Behörden besprochen, diese seien jedoch stur geblieben. «Ich bin überzeugt, dass überhaupt erst durch das Fahrverbot ein Problem besteht», sagt er.

«Der Weg ist so eng und verwinkelt, dass keine grossen Geschwindigkeiten möglich sind», so Chrétien. Mit grosser Wahrscheinlichkeit kämen die Leute ohne Verbot gut und freundlich aneinander vorbei.

Dem Baudepartement ist der Weg zu eng

«Bei dem Weg handelt es sich um eine wichtige Fussgängerachse und eine nationale Wanderroute, auf der die Sicherheit der Fussgängerinnen und Fussgänger deutlich Vorrang hat», betont hingegen Hofer vom Baudepartement. Genau wegen der spitzen Winkel könne es auch bei niedrigen Geschwindigkeiten zu Kollisionen kommen. «Für ein gefahrloses Nebeneinander von Fuss- und Veloverkehr bräuchte es grössere Mindestbreiten», sagt er.

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84 Kommentare
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Lukas Wetzler

09.01.2021, 11:47

Stellt eo In Drehkreuz oder sowas hin. Dann kann man es nicht mehr missachten.

Daniel Bühler

08.01.2021, 08:58

Da Velofahrer weder lesen noch sich an Regeln halten können, spielt es ja keine Rolle ob da nun so ein Schild steht oder nicht. Es zeigt einmal mehr, dass der Velofahrer aus purem Egoismus und Gleichgültigkeit besteht. Für ihn gelten keine Regel. Die Polizei kontrolliert sie ja auch nicht. Also was soll das Theater nun?

Wichtige Frage

08.01.2021, 08:51

Hat schon jemand daran gedacht das die Velofahrer dieses Schild nicht kennen, bzw nicht lesen können?