Justin Murisier feiert Geburtstag – «Oft singen im Ziel Tausende für mich Happy Birthday»
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Justin Murisier feiert Geburtstag«Oft singen im Ziel Tausende für mich Happy Birthday»

Justin Murisier wird am Renntag in Adelboden 30 Jahre alt. Für ihn sind die Rennen in Adelboden immer speziell.

von
Sven Forster
(aus Adelboden)
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Justin Murisier hat derzeit gut lachen. Er ist fit und fährt konstant gute Resultate ein. 

Justin Murisier hat derzeit gut lachen. Er ist fit und fährt konstant gute Resultate ein.

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Am Wochenende feiert er beim Rennen in Adelboden seinen 30. Geburtstag. 

Am Wochenende feiert er beim Rennen in Adelboden seinen 30. Geburtstag.

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Das Geburtstagsständchen der Fans sei etwas ganz besonderes, so Murisier. 

Das Geburtstagsständchen der Fans sei etwas ganz besonderes, so Murisier.

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Darum gehts

  • Justin Murisier feierte vor mehr zehn Jahren in Adelboden sein Weltcup-Debüt.

  • Ausserdem wird er am Renntag 30 Jahre alt.

  • Die Gesangseinlagen der Fans sind für Murisier besonders toll.

Das Rennen in Adelboden ist für Justin Murisier etwas ganz Besonderes. Der Schweizer Skifahrer, der in seiner Karriere mit vielen Verletzungen zu kämpfen hatte, feierte vor zwölf Jahren am Chuenisbärgli seine Weltcup-Premiere. Das war es aber noch nicht. Das Rennen findet immer an seinem Geburtstagswochenende statt.

In diesem Jahr feiert Murisier am Samstag, dem Renntag, sogar seinen 30. Geburi. Wie viele Mitglieder seiner Familie und Freunde vor Ort sind, weiss er noch nicht, allerdings spricht er von einer grossen Anzahl, wie er auf Anfrage von 20 Minuten sagt: «Vielleicht so 200, mehr oder weniger.» Besonders sei für ihn das Geburi-Ständchen, das die Fans jeweils für ihn anstimmen: «Oft singen für mich im Ziel Tausende Happy Birthday. Nicht jeder kann das erleben.»

«Muss 120 Prozent geben»

In dieser Saison reichte es für Murisier bislang noch nicht aufs Podest. In der Riesen-Wertung klassiert er sich aber dennoch in den Top 7. Dies aufgrund konstanter Leistungen in den Rennen. Bislang steigerte er sich stetig. Die Plätze 12, 9, 7 und 6 stehen für ihn zu Buche – in dieser Reihenfolge. Vielleicht gelingt ihm im Rennen in Adelboden ja der Sprung aufs Podium. Allerdings keine einfache Aufgabe, so Murisier: «Ich muss derzeit zu 120 Prozent fahren, um aufs Podest zu kommen. Bei 120 Prozent kann aber immer etwas passieren.» Seine Fahrten im letzten Jahr in Adelboden hätten ihm aber einiges gebracht. «Ich habe verstanden, wie man in Adelboden fahren muss. Ich hoffe, das kann mir helfen, dass ich dieses Jahr ganz vorne fahre, vielleicht auch aufs Podest.»

In dieser Saison versucht sich Murisier, der als Slalom-Fahrer in den Weltcup kam, auch regelmässig in den Speed-Disziplinen. Im Super-G von Beaver Creek fuhr er auf den starken achten Platz. In der Abfahrt dagegen konnte er sich bislang mit hohen Startnummern noch nicht in den Top 30 klassieren. Murisier, der sich bereits vier Mal am Knie operieren lassen musste, kann nicht einfach jedes Training und Rennen absolvieren. «Ich muss es etwas kontrollieren, derzeit fühle ich mich aber sehr gut. Mein Körper hat die Renn-Resultate nie beeinflusst.» Bei seiner Verletzungshistorie durchaus schön zu hören.

An den Olympischen Spielen in Peking will Murisier um Medaillen fahren. «Wenn man an den Spielen dabei ist, will man eine Medaille gewinnen», so der 30-Jährige. Die grösste Chance sieht er dabei natürlich im Riesenslalom, auch wenn er sagt: «Ein Super-G könnte mir auch passen, es kommt natürlich auf das Gelände an.» Jedoch ergänzt er auch: Andere Schweizer haben in dieser Disziplin bereits gute Resultate erzielt. In der Tat: Mit Marco Odermatt, Beat Feuz, Stefan Rogentin und Gino Caviezel stehen vier Athleten vor Murisier in der Disziplinen-Wertung.

Corona-Alarm am Chuenisbärgli

Hans Pieren, der langjährige Adelbodner Rennleiter, welcher heuer zum letzten Mal in seiner Funktion am Chuenisbärgli tätig ist, wurde am Donnerstag positiv auf Corona getestet. Er zeigt keine Symptome, muss sich aber trotzdem vom Event zurückziehen. Seine Verabschiedung wird um ein Jahr verschoben. Pieren wird von Reto Däpp, Assistent des Rennleiters, vertreten. «Die Piste ist in einem hervorragenden Zustand und mein Nachfolger sorgt gemeinsam mit Pistenchef Toni Hari, Stefan von Känel und dem gesamten Pistenteam für ein super spektakuläres Rennen», nimmt Hans Pieren Stellung.

Das Riesen-Team für Adelboden

Marco Odermatt, Loïc Meillard, Justin Murisier, Gino Caviezel, Daniele Sette, Cédric Noger, Thomas Tumler, Marco Reymond

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