Ogi ruft zum Kampf gegen Doping auf
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Ogi ruft zum Kampf gegen Doping auf

Alt Bundesrat Adolf Ogi ruft zum Kampf gegen Doping auf. Im Interesse von Staat und Gesellschaft müsse konsequent und radikal gehandelt werden, unter dem Motto «Jetzt oder nie!»

Dies forderte der UNO-Sonderbeauftragte für Sport im Dienste von Entwicklung und Frieden in der Sonntagsausgabe der «Südostschweiz».

Es gehe um die Verantwortung für die Gesundheit der jungen Generation, die sehr bald Führungsaufgaben in Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik übernehmen solle. Doping sei eine Seuche, eine Sucht, die die meisten, wenn nicht alle Sportarten erfasst habe, schrieb Ogi und bemerkte, der Radsport stehe nur im grössten Schaufenster. In die Verantwortung zu nehmen seien alle, schrieb Ogi. Die nationalen und internationalen Sportverbände, die sich im Kampf gegen Doping bisher nicht mir Ruhm übergossen hätten, müssten durchgreifen, wenn sie ihre Glaubwürdigkeit nicht endgültig verlieren wollten. Das Internationale Olympische Komitee müsse dafür sorgen, dass die Spiele von 2008 in Peking zum Wendepunkt würden - «oder es wird keinen geben».

Auch die einschlägige Industrie soll laut Ogi Verantwortung übernehmen, «denn der Einsatz von Chemie für das krank machende Doping lässt sich mit nichts rechtfertigen». Die Ärzte mahnte der frühere Verteidigungs- und Sportminister, sie hätten sich der Gesundheit verschrieben, nicht der Gesundheitsgefährdung junger Menschen. An die Adresse der Sponsoren schrieb Ogi, sie sollten ihr Image nicht mit betrügerischer Leistung sondern mit Werten wie Ehrlichkeit und fairem Wettbewerb verbinden. Die Medien sollten sich nicht zu Komplizen machen, sondern sich als kritisch faire Begleiter verstehen. Die Politik stehe ebenfalls in der Verantwortung. Denn sie setze die Regeln und gebe die Richtung an, schrieb Ogi. (dapd)

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