Aktualisiert 30.11.2011 10:15

Rime oder Parmelin

Ogi wünscht sich welschen SVP-Bundesrat

Die Welschen hätten allen Grund, sich missachtet zu fühlen, meint Alt-Bundesrat Adolf Ogi. Auch das Tessin müsse «in nützlicher Frist» wieder einen Sitz in der Landesregierung erhalten.

Der ehemalige SVP-Bundesrat Adolf Ogi sähe es gerne, wenn ein SVP-Politiker aus der Westschweiz in den Bundesrat einziehen würde. Mindestens sollte aber einer der Kandidaten auf dem SVP-Ticket aus Sicht des Berners ein Westschweizer sein.

Das Parlament sollte den Freiburger Jean-François Rime oder den Waadtländer Guy Parmelin wählen, sagte Ogi in einem Interview, das am Mittwoch in der Westschweizer Wochenzeitschrift «L'Illustré» erschien. So wie die Diskussionen in der SVP derzeit liefen - mit starker Ausrichtung auf die Deutschschweiz -, hätten die Welschen Grund, sich missachtet zu fühlen.

Ogi: An der Reihe wäre auch das Tessin mal wieder

In nützlicher Frist sollte das Parlament auch wieder eine Tessinerin oder einen Tessiner in die Regierung wählen, sagte Ogi weiter. Der Westschweiz gebührten zudem mindestens zwei Sitze. Die Schweiz lebe schliesslich nicht zuletzt deshalb seit 1848 in Frieden, weil sie die Minderheiten gut einbinde.

Kritisch blickt Ogi auf die Wahlniederlage der SVP zurück. Die zahlreichen Wenden und der Hardliner-Kurs der Parteileitung hätten dazu geführt, zeigt sich der für seine gemässigte Linie bekannte Ogi überzeugt. (sda)

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