Neue Regel – Ohne 3G gibts in Deutschland bald keinen Lohn mehr
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Neue RegelOhne 3G gibts in Deutschland bald keinen Lohn mehr

Die Bundesregierung hat beschlossen, dass nur noch Genesene, Geimpfte oder Getestete vor Ort arbeiten dürfen. Einen gültigen Nachweis zu besitzen liegt in der Verantwortung des Arbeitnehmers.

von
Philippe Coradi
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Geht es nach dem Willen des deutschen Bundestags, reicht es nicht mehr, nur mit Schutzmaske am Arbeitsplatz zu arbeiten. 

Geht es nach dem Willen des deutschen Bundestags, reicht es nicht mehr, nur mit Schutzmaske am Arbeitsplatz zu arbeiten.

AFP
Der deutsche Sozialminister, Hubertus Heil, kündigte an, dass Arbeitnehmende ohne Impfung oder Test mit Lohnausfällen rechnen müssen. 

Der deutsche Sozialminister, Hubertus Heil, kündigte an, dass Arbeitnehmende ohne Impfung oder Test mit Lohnausfällen rechnen müssen.

Annette Riedl/dpa
Ein Siemens-Werk in Nürnberg hat das Prinzip von 3G am Arbeitsplatz bereits eingeführt.  

Ein Siemens-Werk in Nürnberg hat das Prinzip von 3G am Arbeitsplatz bereits eingeführt.

REUTERS

Darum gehts

  • 3G am Arbeitsplatz – das will der deutsche Bundestag.

  • Demnach dürften Personen ohne einen negativen Corona-Nachweis nicht mehr am Arbeitsplatz erscheinen und müssten mit Lohnausfall rechnen.

  • Der Bundesrat wird heute darüber befinden, ob diese Massnahmen definitiv eingeführt werden.

Ab Mittwoch kommender Woche gilt in Deutschland am Arbeitsplatz 3G. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen ab dann ihrem Arbeitgeber nachweisen können, dass sie geimpft oder genesen sind. Wenn sie das nicht können, müssen sie täglich einen negativen Corona-Test vorweisen.

Das bedeutet: Wenn sich Beschäftigte der 3G-Regel entziehen, muss der Arbeitgeber versuchen, ihnen ein Arbeiten ohne direkten Kontakt zu anderen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu ermöglichen. Ist das nicht möglich, droht den Betroffenen die Freistellung mit Lohnverlust für jene Zeit. Perspektivisch könne es auch zu Kündigungen kommen, schreibt die «Berliner Morgenpost».

Von Ausschluss bis Busse

Sozialminister Hubertus Heil (49, SPD) sagt zu «Bild» über Arbeitnehmende, die sich nicht an die neuen Regeln halten: «Man darf den Betrieb nicht betreten und muss auch damit rechnen, dass z. B. Lohnfortzahlungen infrage stehen.»

Laut Paragraph 73 des deutschen Infektionsschutzgesetzes könnten bei groben Verstössen sowohl Arbeitgebenden wie auch Beschäftigten jeweils bis zu 25’000 Euro Busse drohen.

Die Regeln sollen dabei helfen, das zuletzt massiv angestiegene Infektionsgeschehen einzudämmen. Beschäftigte haben nach Ministeriumsangaben «eigenverantwortlich Sorge dafür zu tragen, dass sie gültige 3G-Nachweise vorlegen können». In Anspruch genommen werden können demnach «die kostenfreien Bürgertests oder Testangebote des Arbeitgebers».

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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