Social-Media-Verzicht: Ohne Insta und Facebook ist Tsitsipas erfolgreich
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Social-Media-VerzichtOhne Insta und Facebook ist Tsitsipas erfolgreich

Stefanos Tsitsipas ist erst 21 Jahre alt. Der Grieche war zuletzt auf der Suche nach seiner Form. Dank der Abkehr von Social Media fand er sie wieder.

von
ädu

Der Grieche ist wider zurück in der Erfolgsspur. In Basel gewinnt Stefanos Tsitsipas gegen Ramos-Vinolas in der ersten Runde der Swiss Indoors. (Video: SRF)

Plötzlich war es vorbei. Vorbei mit der Spielfreude. Vorbei mit der Lebensfreude. «Es gab im Sommer eine Phase, da zweifelte ich an mir. Ich dachte, ich sei keine gute, interessante Person. Ich wollte jemand anderes sein», erzählt Stefanos Tsitsipas in Basel und spricht von einem Burn-out-ähnlichen Zustand.

Schwierige Zeiten machen viele durch, doch der Grieche ist ein ungemein erfolgreicher Tennisprofi. Mit 21 Jahren ist er die Nummer 7 der Welt und hat knapp 7 Millionen Franken Preisgeld eingespielt.

Doch Ruhm und Geld machten den jungen Tennisprofi nicht mehr glücklich. Nach der Erstrundenniederlage am US Open im August blieb er noch eine Woche in New York und genoss das Leben. In diesen Tagen stellte Tsitsipas fest, dass seine «Ernsthaftigkeit, ja diese Kälte nicht nötig war. Ich machte mir viel zu viel Druck. Ich dachte, nur diese Seriosität würde mir Titel und Pokale einbringen.»

Social-Media-Apps gelöscht

Er entschied sich, sein Leben so zu leben, wie es ihm entspricht, und nicht, wie es andere für richtig halten. So löschte der Grieche alle Social-Media-Apps von seinem Mobiltelefon. Und er hat sich damit abgefunden, dass er nicht immer gewinnen kann.

Tsitsipas verfolgt seine Ziele nun weniger verbissen. Und mit der neuen Entspanntheit stellen sich wieder bessere Resultate ein. In Basel startete er am Dienstag mit einem 6:3, 7:6-Sieg über den Spanier Albert Ramos-Viñolas. Tsitsipas ist längst für die ATP Finals Mitte November in London qualifiziert. Doch nicht nur deswegen sagt er: «Jetzt ist es grossartig, mich selber zu sein.»

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