Aktualisiert 03.01.2018 19:12

Investor Bernhard Alpstaeg

«Ohne Markus Babbel wird es nur besser»

Knall beim FCL: Babbel verkündet seinen Rücktritt per Ende Saison. «Die Zusammenarbeit mit Babbel war noch nie sehr gut», sagt Investor Alpstaeg. Eine Entlassung schliesst er nicht aus.

von
mme
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Markus Babbel wirft den Bettel Ende Saison hin. «Für mich passt die Zusammenarbeit so nicht mehr, ich kann mich nicht verbiegen», sagt er gegenüber der Luzerner Zeitung.

Markus Babbel wirft den Bettel Ende Saison hin. «Für mich passt die Zusammenarbeit so nicht mehr, ich kann mich nicht verbiegen», sagt er gegenüber der Luzerner Zeitung.

Keystone/Alexandra wey
Damit spricht Babbel die fehlende Harmonie beim FCL an.

Damit spricht Babbel die fehlende Harmonie beim FCL an.

Keystone/urs Flueeler
Die Kritik gilt hauptsächlich dem Geschäftsführer Marcel Kälin. «Auch wir im Sport leiden unter der miesen Stimmung», sagt Babbel gegenüber der LZ.

Die Kritik gilt hauptsächlich dem Geschäftsführer Marcel Kälin. «Auch wir im Sport leiden unter der miesen Stimmung», sagt Babbel gegenüber der LZ.

Keystone/Urs Flueeler

Bernhard Alpstaeg, Markus Babbel kündigt seinen Rücktritt per Ende Saison an. Für ihn stimme die Zusammenarbeit nicht mehr und er spricht von einer «miesen Stimmung». Die Kritik gelte vor allem CEO Marcel Kälin, schreibt die Luzerner Zeitung. Was sagen Sie als Hauptinvestor zum Knall beim Trainingsstart?

Alpstaeg: Das überrascht mich nicht. In drei Jahren hat Markus Babbel nicht kapiert, wie die Innerschweiz tickt. Sie tickt eben anders als Babbel. Er war nicht bereit, sich anzupassen. Ohne Babbel wird es nur besser.

Sähen Sie es also lieber, wenn er schon früher als erst im Sommer gehen würde?

Wieso nicht? Wenns für den FCL finanzielle Einsparungen bringt, sicher, ja.

Wegen Geschäftsführer Kälin sollen bereits über ein Dutzend Personen den Verein verlassen haben, schreibt die Luzerner Zeitung. Können Sie dies bestätigen?

Nein, das kann ich nicht bestätigen. Ich kann aber bestätigen, dass wir das Problem mit der Fluktuation auch lösen werden. Das kommt wieder gut.

Wie ist denn die Stimmung aktuell in der Geschäftsstelle des Vereins?

Das weiss ich nicht. Ich bin derzeit schwer erreichbar.

Wie beurteilen Sie als Hauptgeldgeber die Arbeit von Kälin, der ja vor allem Ihre Sparvorgaben umsetzen muss?

Derzeit ziehe ich dazu ein Resumee, deshalb kann ich diese Frage derzeit noch nicht beantworten. Das kann ich erst in zwei Wochen. Aber zu sagen ist: Auch Kälin hat das Recht auf eine Lernkurve.

Zurück zum Trainer. Glauben Sie, dass Babbel überhaupt noch bis im Sommer beim FCL ist?

Das weiss ich nicht. Ich glaube aber eher nicht.

Droht Babbel gar eine vorzeitige Entlassung wegen seiner Aussage, für ihn passe die Zusammenarbeit so nicht mehr?

Die Zusammenarbeit mit Babbel war noch nie sehr gut. Er hat keinen Erfolg. Obs eine vorzeitige Entlassung gibt weiss ich noch nicht. Wie gesagt, wenns uns finanziell entgegenkommt, eher ja.

Wird der Respekt der Spieler vor ihrem Trainer nach dessen Statement zum Trainingsauftakt sinken oder steigen?

Ich gehe davon aus, dass er steigt. Ich glaube auch, dass Babbel den Klassenerhalt schaffen kann. Wir haben das Tief erreicht. Jetzt kommt der Befreiungsschlag.

Spätestens im Sommer braucht der FCL einen neuen Trainer. Welches Anforderungsprofil muss dieser erfüllen?

Er muss gut und günstig sein. Es gibt genug Trainer, die frei sind, derzeit sicher etwa 15 Personen, darunter zwei, drei, die in Frage kommen.

Auch interne Namen über Babbels Nachfolge hört man immer wieder, etwa U21-Coach Gerardo Seoane oder Patrick Rahmen. Kommt eine interne Lösung für Sie in Frage?

Interne Lösungen wurden noch nicht ernsthaft diskutiert. Interne Lösungen bevorzuge ich aber immer gerne. Für mich kommt auch Sportchef Remo Meyer in Frage als Trainer.

Werden Ihre Millionen weiter in den FCL fliessen, sollte der Klassenerhalt doch nicht gelingen?

Eher nein.

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