Kung-Fu oder Fussball?: Ohne Rücksicht auf Verluste
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Kung-Fu oder Fussball?Ohne Rücksicht auf Verluste

Unsportlich, rücksichtslos, übermotiviert oder einfach nur dämlich? Vasco da Gamas Stürmer Nilton katapultiert sich mit einer rüden Attacke an seinem Gegner gleich selber ins Abseits.

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Gratis Kung-Fu-Show im Fussballstadion. (Video: YouTube)

Was die 10 000 Zuschauer im Gruppenspiel der Copa Libertadores zwischen Alianza Lima und Vasco da Gama in der Nachspielzeit zu Gesicht bekommen, gleicht eher einer Kung-Fu-Show als einem Zweikampf im Fussball. Vasco-da-Gamas-Stürmer Nilton Ferreira Junior trifft seinen Gegner in der 93. Spielminute mit einem Tritt à la Bruce Lee.

Angefangen hatte alles mit einem Freistoss für Lima. Der Schiedsrichter pfiff, doch Nilton brauste dennoch heran, um den Ball wegzuschlagen. Der Brasilianer hatte offenbar Tomaten auf den Ohren, denn der Pfiff des Unparteiischen war eindeutig auszumachen. In der Hitze des Gefechts vermochte er nicht mehr zu bremsen. Der Getroffene konnte nach kurzer medizinischer Versorgung weiterspielen. Zusammen mit der Polizei konnte die Situation beruhigt werden. Der Übeltäter verschwand unter die Dusche.

Auch nach mehrmaligem Videostudium ist nicht auszumachen, ob die Attacke nun absichtlich erfolgte oder nicht. Eines ist klar: In der 93. Spielminute derart über die Stränge zu schlagen ist unnötig. Vielleicht war es der Frust darüber, dass der 24-jährige Brasilianer beim 2:1-Sieg seiner Mannschaft erst in der 83. Minute eingewechselt wurde. Oder er rächte sich für das Foul an seinem Mitspieler, das sich wenige Sekunden vor seinem Kung-Fu-Tritt ereignete. Aber auch damit ist eine solch rüde Aktion nicht zu entschuldigen.

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