Nati-Start gegen Tschechien: Ohne Shaqiri und Akanji – welche Überraschung hält Murat Yakin bereit?
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Nati-Start gegen TschechienOhne Shaqiri und Akanji – welche Überraschung hält Murat Yakin bereit?

Am Donnerstagabend trifft die Schweiz im ersten Spiel der Nations League auf Tschechien. Dabei werden gleich zwei grosse Namen in der Nati-Startelf fehlen.

von
Lucas Werder
(aus Prag)
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Xherdan Shaqiri trainierte am Mittwoch erstmals mit der Nati.

Xherdan Shaqiri trainierte am Mittwoch erstmals mit der Nati.

Daniela Frutiger/freshfocus
Gegen Tschechien wird Trainer Murat Yakin den Chicago-Star aber zunächst auf die Bank setzen.

Gegen Tschechien wird Trainer Murat Yakin den Chicago-Star aber zunächst auf die Bank setzen.

Daniela Frutiger/freshfocus
Nicht am Abschlusstraining teilnehmen konnte Manuel Akanji.

Nicht am Abschlusstraining teilnehmen konnte Manuel Akanji.

Daniela Frutiger/freshfocus

Darum gehts

Seit Dienstag ist Xherdan Shaqiri endlich bei der Nati. Der Chicago-Star stand noch in der Nacht auf Sonntag in der MLS im Einsatz, eine Flugzeug-Panne verzögerte seine Reise zur Schweiz anschliessend noch weiter. Am Ende reichte es für den 30-Jährigen gar nicht mehr nach Bad Ragaz, sondern legte am Flughafen in Zürich nur einen kleinen Zwischenstopp ein, bevor es mit dem Nati-Flieger am Dienstagabend nach Prag ging.

Während sich seine Teamkollegen seit sechs Tagen zusammen auf die anstehenden Nations-League-Partien vorbereiten, wird Shaqiri vor dem Startspiel gegen Tschechien genau ein einziges Nati-Training in den Beinen haben. «Es wäre darum nicht sinnvoll, Xherdan von Beginn an zu bringen», sagt Murat Yakin. «Wenn er fit und bereit ist, kann ich ihn immer bringen. Aber er wird gegen Tschechien zunächst auf der Bank sitzen.»

Bottani, Embolo oder Systemwechsel?

Doch wer soll gegen die Tschechen den Shaqiri-Ersatz geben? Möglich, dass Murat Yakin Nati-Neuling Mattia Bottani gleich ins kalte Wasser wirft – wie er es im vergangenen September nach dem überraschenden Aufgebot mit FCB-Profi Fabian Frei gegen Italien getan hat. Der Tessiner ist offensiv ähnlich vielseitig einsetzbar wie Shaqiri.

Eine andere Option wäre, dass der Nati-Coach sein geliebtes 4-2-3-1-System auf ein klassisches 4-4-2 umstellt. Eine Doppelspitze mit Breel Embolo und Noah Okafor wäre denkbar – oder Yakin hält an seiner Formation fest und Embolo wird auf die 10er-Position zurückgezogen. Egal, welches Szenario am Donnerstagabend im Sinobo Stadium eintritt, bei vier Spielen in elf Tagen wird Murat Yakin ohnehin nicht ums Rotieren herumkommen.

Elvedi seit einem Monat ohne Pflichtspiel

«Für mich zählt das Momentum bei den Spielern», sagt Yakin. Danach werde er gegen Tschechien aufstellen.  «Wie wir anschliessend rotieren, werden wir sehen». Der Nati-Trainer deutet aber an, dass viele Spieler eine Chance erhalten werden, sich zu zeigen. «Ich möchte sehen, dass sie sich für die WM empfehlen», sagt Yakin.

Zeit, sich zu zeigen, hatte Verteidiger Nico Elvedi zuletzt keine mehr. Nach einem Platzverweis verpasste der Gladbach-Profi die letzten beiden Bundesliga-Partien seines Clubs. Seinen letzten Ernstkampf bestritt der 25-Jährige Anfang Mai.

«Das ist kein Problem für mich», sagt Elvedi. Trotz Sperre habe er normal bei Gladbach mittrainiert, stand zudem 70 Minuten in einem Benefizspiel gegen die ukrainische Nationalmannschaft auf dem Platz. Auch gegen Tschechien wird der Nati-Verteidiger mit grosser Sicherheit in der Startelf stehen. Neben ihm dürfte Fabian Schär auflaufen – auch weil Manuel Akanji am Donnerstag wegen Problemen am linken Knie nicht am Abschlusstraining teilnehmen konnte und individuell trainierte. 

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