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Biels SuperstarOhne Spylo gegen den SC Bern?

Biels Trainer Kevin Schläpfer will seinen besten Torschützen Ahren Spylo (28) heute gegen den SC Bern nicht einsetzen.

von
Klaus Zaugg
Ahren Spylo: Verpasst er das Derby gegen Bern?

Ahren Spylo: Verpasst er das Derby gegen Bern?

Kevin Schläpfer weiss, wie wichtig die ersten Spiele für Aussenseiter wie Biel sind. Das Heimspiel gegen Ambri wollte er um jeden Preis gewinnen – und er gewann es 1:0. Wahrscheinlich hätten die Bieler ohne Ahren Spylo nicht gewonnen.

Kavallerie-Hockey hatte Schläpfer verordnet: Einen wuchtigen, schnellen Ansturm um die Partie rasch zu entscheiden. Doch bald stauten sich die Bieler Angreifer vor Ambris Tor wie die motorisierten Deutschen Touristen vor dem Gotthardloch. Kein Durchkommen. Offensiver Stau. Torhüter Thomas Bäumle hielt fast alles. So war es am Anfang, so war es im Mitteldrittel, so war es im letzten Abschnitt. Nur ein einziges Mal gibt es eine Lücke. Ahren Spylo findet sie und zwickt die Scheibe im Powerplay unhaltbar ins hohe Eck (18. Min). Es ist der goldene Treffer.

Spylo leidet unter Zerrung

Es ist kein Zufall, das Spylo getroffen hat: Der eigenwilliger Kanadier ist einer der lauffaulsten, aber kaltblütigsten und schussstärksten Vollstrecker der Liga. Weil er das ist, hat er überhaupt gespielt. Kevin Schläpfer sagt gegenüber 20 Minuten Online, eigentlich hätte er Spylo gar nicht einsetzen sollen. «Er leidet immer noch an einer Zerrung im Oberschenkel. Aber dieses erste Spiel mussten wir einfach gewinnen. Deshalb habe ich ihn nach Rücksprache mit den Ärzten eingesetzt.»

Aber heute Samstag in Bern soll Spylo gemäss Schläpfer geschont werden: «Wenn wir ihn auch in Bern einsetzen, dann riskieren wir, dass er sich wieder verletzt. Es ist besser, wenn wir ihm nun bis zum nächsten Heimspiel am nächsten Freitag gegen die ZSC Lions eine Ruhepause gönnen. Dann kann er sich vielleicht ganz erholen.»

Nur drei von fünf Ausländer?

Ein Verzicht auf Spylo kommt schon fast dem Hissen der weissen Kapitulationsflagge gleich: Dann hätte Biel in Bern nur noch drei von fünf Ausländern zur Verfügung: Sébastien Bordeleau, Eric Beaudoin und Tom Preissig.

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