Erste Entlassungen: Ohne Strassenstrich tiefere Umsätze
Aktualisiert

Erste EntlassungenOhne Strassenstrich tiefere Umsätze

Das Reglement für den Strassenstrich ist in Kraft, die Dirnen weg aus den Quartieren. Nicht alle freuen sich darüber.

von
Gianni Walther
Il Buono an der Tribschenstrasse.

Il Buono an der Tribschenstrasse.

Seit das Reglement für den Strassenstrich am 15. März in Kraft getreten ist, sind die Prostituierten aus den Stadtquartieren verschwunden und weitergezogen. Sie gehen ihrer ­Tätigkeit nun im abgelegenen Industriegebiet Ibach nach. In den Wohnquartieren ist es nun einiges ruhiger geworden, namentlich im Tribschenquartier. Dort lagen früher Kot, Pariser und Güsel auf der Strasse, nun ist die Situation ruhig.

Die Anwohner im Tribschen freuen sich über die neue ­Situation. Mit dieser bleiben jedoch beim Pizza-&-Kebab- ­Kurier Il Buono an der Tribschenstrasse seit der Verschiebung des Strassenstrichs die Kunden aus. «Wir erzielen 30 bis 40 Prozent weniger Umsatz», sagt Geschäftsführer Morenom Candan (36).

Gähnende Leere

Am Mittag laufe das Geschäft dank Kantonsschülern und Arbeitern weiterhin gut, doch am Abend herrsche in der Imbissbude oftmals gähnende Leere. Candan musste deswegen auch schon Leute entlassen: «Früher arbeiteten hier vier Personen, nun sind wir noch zu zweit.»

Trotz der schwierigen Situation wünscht sich Candan Prostituierte und Freier nicht wieder zurück. «Mich hat der Strich nie gestört. Ich habe aber Verständnis dafür, dass die Anwohner die Prostituierten nicht mehr hier haben wollen.»

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