26.06.2020 05:54

US-Präsident Trump zur Pandemie

«Ohne Tests hätten die USA keine Corona-Fälle»

US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit dem TV-Sender Fox gesagt, hätten die USA keine Tests gemacht, hätten sie auch keine Corona-Fälle.

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Hätte man keine Tests gemacht, hätte man auch keine Corona-Fälle, so Trump.

Hätte man keine Tests gemacht, hätte man auch keine Corona-Fälle, so Trump.

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Trumps Erklärung, warum die USA so viele Fälle aufweisen, wird von Experten stark kritisiert.

Trumps Erklärung, warum die USA so viele Fälle aufweisen, wird von Experten stark kritisiert.

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 Sie machen in erster Linie die von Trump vorangetriebene Lockerung von Corona-Beschränkungen in den Bundesstaaten verantwortlich.

Sie machen in erster Linie die von Trump vorangetriebene Lockerung von Corona-Beschränkungen in den Bundesstaaten verantwortlich.

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US-Präsident Donald Trump hat die wieder dramatisch ansteigende Zahl von Coronavirus-Infektionen in den USA heruntergespielt.

«Wenn wir nicht testen würden, hätten wir keine Fälle», sagte Trump in einem am Donnerstagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Interview des Senders Fox News. Die USA hätten bislang rund 30 Millionen Menschen auf das Virus getestet, mehr als jedes andere Land der Welt. Trumps Einschätzung zufolge geht darauf die hohe Zahl der nachgewiesenen Infektionen in den USA zurück.

Trumps Aussage wird stark kritisert

Die meisten renommierten Experten lehnen Trumps Erklärung ab, wonach die Zunahme der Infektionen vor allem auf eine Zunahme von Tests zurückzuführen sein soll. Sie machen in erster Linie die von Trump vorangetriebene Lockerung von Corona-Beschränkungen in den Bundesstaaten verantwortlich.

Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore haben die USA zuletzt rund 35'000 neue Infektionen pro Tag verzeichnet – annähernd so viele wie beim Höhepunkt der Krise im April. Danach hatte die Zahl abgenommen, bevor sie in diesem Monat wieder in die Höhe schoss. Inzwischen verzeichnen rund die Hälfte der US-Bundesstaaten eine Zunahme von Fällen.

Rasche Öffnung der Wirtschaft

Trump wirbt dennoch für eine rasche Öffnung der Wirtschaft. Er will – auch mit Blick auf die Wahl im November – möglichst schnell zur Normalität zurückkehren. Seiner Darstellung zufolge ist das Coronavirus dabei, nach und nach aus den USA zu verschwinden.

Die Daten stützen das nicht. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, kündigte erst am Donnerstag an, die Schritte zur Wiedereröffnung des Bundesstaats würden wegen der dramatisch steigenden Fallzahlen ausgesetzt. Abbott gehört wie Trump der Republikanischen Partei an.

Fast 40’000 Fälle in einem Tag verzeichnet

Infektionen in den USA steigen auf Rekordwert

Die Zahl der bekannten Neuinfektionen in den USA steigt nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters auf einen Rekordwert. Demnach wurden am Donnerstag mindestens 39.818 neue Fälle registriert. Der bisherige Höchstwert lag am 24. April bei 36.426. In dieser Woche haben die Bundesstaaten Alabama, Arizona, California, Florida, Idaho, Mississippi, Missouri, Nevada, Oklahoma, South Carolina und Wyoming Rekordanstiege gemeldet.

(SDA)

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