Aktualisiert 10.06.2009 14:04

Roger FedererOhne Vorbereitungsturnier zum Erfolg?

Roger Federer verzichtet auf das einzige Vorbereitungsturnier auf Rasen vor Wimbledon. Keine optimale Vorbereitung. Ähnliches hat er in der Vergangenheit schon öfters gemacht - mit Erfolg.

von
Reto Fehr

24 Grand-Slam-Turniere hat Federer seit seinem ersten Major-Triumph 2003 in Wimbledon bestritten. 14 hat er gewonnen, fünfmal stand er im Endspiel, dreimal erreichte er mindestens die Runde der letzten vier. Dazu kommt eine Niederlage in den Achtelfinals, eine in der 3. Runde, und einmal schied er gar in der 2. Runde (Federers Turnierstart) aus.

Man könnte meinen, dass ein Grand-Slam-Turnier nur mit optimaler Vorbereitung zu gewinnen ist. Dazu gehört natürlich der langfristige Trainingsaufbau und die passende Form, aber auch das unmittelbare Vorbereitungsturnier, um Matchpraxis zu gewinnen. Achtmal entschied Federer seit Wimbledon 2003 das letzte (kleinere) Turnier vor dem Major für sich und triumphierte danach auch auf oberster Stufe. Zweimal konnte er nach Siegen im letzten Vorbereitungsturnier das Endspiel erreichen, zweimal die Halbfinals. Nur beim French Open 2004 musste der Baselbieter trotz dem Sieg in Hamburg kurz zuvor bereits in der dritten Runde die Segel streichen.

Ohne Vorbereitung an Grand Slams

Es geht aber auch anders: In Australien bestritt Federer bereits dreimal kein Vorbereitungsturnier (ausser der Exhibition in Kooyong) und startete direkt mit dem Grossereignis in die jeweils neue Saison. Die Resultate lassen sich aber sehen: Zweimal gewann Federer trotzdem, einmal erreichte er die Halbfinals.

Die grösste Umstellung ist aber zweifellos jene von Sand auf Rasen innert nicht einmal einem Monat. Federer schaffte aber auch dies schon einmal ohne Ernstkampf auf Rasen vor Wimbledon: 2007 liess er Halle ebenso kurzfristig wie jetzt sausen: Er wolle nach dem langen Final in Paris eine Verletzung vermeiden, erklärte der Tennisstar damals. Es zahlte sich aus: Federer holte seinen fünften. Wimbledon-Sieg in Serie. Ein gutes Omen?

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