Aktualisiert 10.07.2015 19:51

«Singin' in the rain»

Ohne Wetter wären die Charts deutlich ärmer

Wer sich nichts zu sagen hat, spricht übers Wetter. So sagt man. Musiker sehen das nicht so negativ. Für sie sind Sonne, Regen & Co. immer ein Thema.

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Wenn es um die Kombination von Musik und Wetter geht, kommt vielen zuerst «November Rain» (1991) von Guns 'N Roses in den Sinn.

Wenn es um die Kombination von Musik und Wetter geht, kommt vielen zuerst «November Rain» (1991) von Guns 'N Roses in den Sinn.

Keystone/AP/Kevork Djansezian
Ebenso ein Wetter-Klassiker ist «Purple Rain» (1984) von Prince. Der Song ist auf dem gleichnamigen Album «Purple Rain» enthalten, das wiederum der Soundtrack zum gleichnamigen Film ist.

Ebenso ein Wetter-Klassiker ist «Purple Rain» (1984) von Prince. Der Song ist auf dem gleichnamigen Album «Purple Rain» enthalten, das wiederum der Soundtrack zum gleichnamigen Film ist.

Keystone/AP/F. Carter Smith
Generell wird der Regen überaus häufig besungen. So beispielsweise in Gene Kellys «Singin' in the Rain» (1929), dem Titelsong des Film-Musicals.

Generell wird der Regen überaus häufig besungen. So beispielsweise in Gene Kellys «Singin' in the Rain» (1929), dem Titelsong des Film-Musicals.

Keystone/AP/str

Zum Thema Wetter hat jeder eine Meinung. Deshalb kommen wohl so viele darauf zu sprechen, wenn ein Gespräch zu erlahmen droht.

Doch nicht nur im Alltag hilft das Wetter, Worte zu finden, es hilft auch Songschreibern, Songs zu kreieren, wie Klimaforscher um Sally Brown von der University of Southampton in einer Studie herausgefunden haben.

Grosse Ausbeute

Sie und ihr Team analysierten, wie oft das Wetter in den vergangenen Jahrzehnten von englischsprachigen Musikern aufgegriffen wurde. Dabei stiessen sie auf rund 750 Songs, in denen das Wetter zentrales Thema war. 30 Künstler haben sogar ihre Namen daran angelehnt, etwa The Weather Girls.

Insgesamt haben mehr als 900 Musiker das Thema überhaupt aufgegriffen – und dies mal mehr, mal weniger deutlich. Diesbezüglich am fleissigsten war Bob Dylan, gefolgt von John Lennon und Paul McCartney. Am häufigsten wurden Sonne und Regen besungen, am seltensten Schneestürme.

Doch nicht nur die thematisierten Wetterlagen sind äusserst verschieden. Auch die Musikstile sind es. Das belegen unten die stehenden Clips. Weitere Beispiele finden Sie in der Bildstrecke (siehe oben).

Welche Songs kommen Ihnen noch in den Sinn? Erzählen Sie uns davon in den Kommentaren!

Ein Klassiker: «Ain't no Sunshine» (1971) von Bill Withers. (Video: Youtube/fnordius)

Ebenfalls ein Charterfolg war «Somewhere over the Rainbow» in der Version von Marusha (1994). (Video: Youtube/DarkSLF2)

«Immer wenn es regnet, ...» so beginnt «A-N-N-A» (1996) von Freundeskreis. Auch das ein wahrer Kulthit. (Youtube/Four Music)

Wetten, dass Sie bei «Summer Jam» (2000) von Underdog Project mitsingen können? (Video: Youtube/Kontor.TV)

«Snow (Hey Oh)» heisst der Wetterbeitrag aus dem Jahr 2010 von den Red Hot Chili Peppers. (Video: Youtube/MTV)

Jay Kay, Bandleader von Jamiroquai, windet «Seven Days in Sunny June» ein Wetterkränzchen. (Video: Youtube)

Poppig beschäftigten sich die drei Mädels von Monrose mit dem «Hot Summer» (2010). (Video: Youtube/Monrose)

Im Titel «Ich kenne nichts (das so schön ist wie du)» (2002) weist nichts darauf hin, dass das Wetter in Xavier Naidoos Song Thema ist. (Video: Youtube/Söhne Mannheims & Xavier Naidoo)

Klangkarussells «Sonnentanz» (2014) heisst wie ein Sommerhit und wurde einer. (Video: Youtube/thetastySnack)

AC/DC lässt es auf der Bühne sowieso gewittern – im Song «Thunderstruck» erst recht. (Video: Youtube/Young Masters)

Und zu guter Letzt: Tokio Hotel mit «Durch den Monsun» (Youtube/TokioHotelVevo)

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