Ohrfeige für Strahlefrau
Aktualisiert

Ohrfeige für Strahlefrau

Historische Abwahl im Tessin: Mit Marina Masoni ist erstmals seit 1923 ein FDP-Mitglied aus der Regierung geworfen worden.

Wegen einer Steueraffäre und dem umstrittenen Millionenmandat an den von ihr protegierten ehemaligen Tourismusdirektor stand Masoni in den letzten Monaten unter politischem Dauerbeschuss.

Masonis Sitz im fünfköpfigen Staatsrat nimmt neu FDP-Nationalrätin Laura Sadis ein. Die übrigen vier Staatsräte wurden souverän bestätigt.

Als grosser Sieger aus den Regierungswahlen ging Lega-Vertreter Marco Borradori hervor. Seine Partei gewann im Vergleich zu den Regierungswahlen 2003 acht Prozent mehr Stimmen.

Die FDP verlor fünf Prozent, bleibt aber die stärkste Partei. Als Verlierer müssen sich auch SP und CVP fühlen. Beide strebten vergeblich einen zweiten Sitz in der Regierung an. SVP und Grüne kamen bloss auf einen Stimmenanteil von 2,8 respektive 2,2 Prozent.

Die Stimmbeteiligung betrug 62,11 Prozent. Dies sind knapp drei Prozent mehr als bei den Wahlen von 2003.

(sda)

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