Oktoberfest ohne Ambulanz – dank mehr Ärzten vor Ort

Aktualisiert

Oktoberfest ohne Ambulanz – dank mehr Ärzten vor Ort

Das Zürcher Oktoberfest auf dem Bauschänzli ist ein Gaudi – und birgt hohe Verletzungsgefahren. Deshalb wurde in diesem Jahr die medizinische Betreuung verstärkt.

«Wir sind am Oktoberfest mit mehr Leuten vor Ort als noch im letzten Jahr», sagt Andreas Juchli, Geschäftsführer der JDMT Medical Services. Sein Unternehmen betreut die Besucher des Oktoberfests im Auftrag der Veranstalter medizinisch – mindestens zwei Leute sind abends dort, von Donnerstag bis Sonntag sogar drei bis vier.

Und das wirkt: 2005 musste Schutz und Rettung Zürich jeden zweiten Tag einen Sanitätswagen ans Oktoberfest schicken – in diesem Jahr noch kein einziges Mal. «Wir behandeln die Patienten vor Ort», so Juchli, «oder sorgen dafür, dass sie sich privat ins Spital begeben».

Vier Gäste landeten schon dort. Juchli: «Am häufigsten sind Schnittwunden von zerschlagenen Humpen, Raufereien und schwer Betrunkene, die zusammenklappen.»

Auch der Stadtpolizei bereitet das Oktoberfest Arbeit – im Zusammenhang mit dem Fest gab es rund zehn Einsätze, einer davon war besonders aussergewöhnlich.

Stapo-Sprecherin Judith Hödl: «Einem Festbesucher fiel sein Handy in die Limmat.» Es wurde danach von der Wasserschutzpolizei geborgen. Das Oktoberfest dauert noch bis am 5. November.

Marco Lüssi

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