Aktualisiert 01.08.2006 20:25

OL-WM: Silber für Hubmann und Niggli-Luder

OL-Dominatorin Simone Niggli-Luder bezog bei ihrem ersten WM-Einsatz in Aarhus (Dä) unerwartet eine Niederlage. Die Schweizerin wurde im Sprint von der erst 20-jährigen Australierin Hanny Allston um fünf Sekunden auf Rang zwei verwiesen.

Ebenfalls WM-Silber im Sprint gewann Daniel Hubmann. Der Thurgauer wurde wie im Vorjahr in Japan nur vom Schweden Emil Wingstedt bezwungen. Zu Gold fehlte Hubmann bloss eine Sekunde.

Niggli-Luder lag nie auf Siegeskurs. Bereits beim zweiten Posten verlor sie wertvolle Sekunden und auch im Mittelabschnitt zögerte sie zwischenzeitlich, um ihre Route festzulegen. Allston, die als eine der wenigen Athletinnen Niggli-Luder läuferisch ebenbürtig ist, hielt der Belastung stand und gab Gold nicht mehr aus der Hand. Die Medizin-Studentin aus Tasmanien scheint auf bestem Weg, Niggli-Luders Monopol-Stellung ins Wanken zu bringen. Diesen Sommer gewann sie bei den Juniorinnen WM-Gold über die Langdistanz, 2005 in Japan hatte sie bei der Elite in der Königsdisziplin bereits Rang 6 erreicht.

Bei Niggli-Luder, die nach zehn WM-Goldmedaillen und einer bronzenen Auszeichnung nun erstmals Silber gewann, hielt sich die Enttäuschung gleichwohl in Grenzen. Mit einer ersten Medaille sei der Druck nun gewichen. Am Mittwoch über die Langdistanz will sie ihre Stellung als Nummer 1 wieder untermauern.

Hubmann seinerseits wurde letztlich ein kleiner Fehler beim Durchqueren der Pferdebahn zum Verhängnis. Er fand nicht den besten Eingang durch den unüberwindbaren Haag und büsste wertvolle Sekunden ein. Auch kurz vor dem Ziel geriet er leicht von der Idealline ab. Teamkollege Matthias Müller fand nach einem nervösen Start gut ins Rennen und erreichte einen tollen 5. Rang.

Bis kurz vor dem Ziel lag auch Teamjunior Fabian Hertner auf Medaillenkurs. In der sogenannt überkreuzten Schlaufe unterlief ihm aber ein folgenschwerer Fehler, indem er den Parcours in verkehrter Richtung in Angriff nahm. Auf die Spitzenleute verlor er in den letzten drei Minuten 100 Sekunden.

Sieger Wingstedt wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Der erfolgreiche Titelverteidiger war bereits an den Europameisterschaften 2004 und 2006 im Sprint zu Gold gelaufen. (si)

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