Aktualisiert 10.03.2005 15:16

«Olé» für Micheline Calmy-Rey

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey ist vom Stadtberner Kinderparlament mit dem Olé-Preis 2005 ausgezeichnet worden.

Unzufrieden sind die jungen Parlamentarier hingegen mit der SVP und ihrer Abstimmungskampagne zur erleichterten Einbürgerung.

Besonders das Abstimmungsplakat vom vergangenen Herbst, auf dem zahlreiche Hände nach Schweizer Pässen greifen, empfanden die kleinen Politiker als störend. Das Plakat richte sich gegen Kinder, die aus anderen Ländern stammten, rügten sie. Dementsprechend verlieh das Kinderparlament der SVP Schweiz den «Plämu»-Preis für besonders kinderunfreundliches Verhalten.

Zufrieden sind die Berner Kinder hingegen mit dem Friedensengagement der Schweizer Aussenministerin. Mit ihrem Einsatz helfe Bundesrätin Micheline Calmy-Rey mit, dass Kinder in aller Welt wieder miteinander spielen könnten, begründete eine Rednerin die Preisvergabe.

An der Sitzung im Berner Rathaus konnten sich die Buben und Mädchen anhand einer Vielzahl von Geschäften in der politischen Mitwirkung üben. So wurde unter anderem ein Postulat für «Gratisausleihe und gleiche Mahngebüren in allen Schulbibliotheken» überwiesen.

Ein Kreditbegehren von 2425 Franken für eine Discoanlage in einem Mädchentreff scheiterte knapp - möglicherweise am Widerstand der Buben, die natürlich nicht in den Genuss der Anlage gekommen wären.

Das Kinderparlament wurde 2003 ins Leben gerufen. Es basiert auf dem Reglement über die Mitwirkung von Kindern. Das Kinderparlament tagt das nächste Mal am 2. Juni 2005.

(sda)

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