Ole siegt in Hamburg
Aktualisiert

Ole siegt in Hamburg

Die CDU unter Bürgermeister Ole von Beust ist nach Prognosen von ARD und ZDF erstmals seit 1986 wieder stärkste Partei in Hamburg.

Bei der Bürgerschaftswahl konnten die Christdemokraten ihren Stimmenanteil von 26,2 Prozent im Jahr 2001 auf jetzt 46,5 Prozent steigern, wie die ARD am Sonntagabend errechnete. Die SPD fiel dieser Prognose zufolge dagegen von 36,5 auf 32,0 Prozent zurück. Die Grün-Alternative Liste (GAL) konnten von 8,6 auf 12,5 Prozent zulegen.

Von den übrigen Parteien schaffte den Angaben zufolge keine den Einzug in die Bürgerschaft: Die FDP, die vor drei Jahren mit 5,1 Prozent denkbar knapp die Fünf-Prozent-Hürde übersprungen hatte, kommt laut ARD jetzt auf 3,0 Prozent. Die Partei Rechtsstaatlicher Offensive, die 2001 unter ihrem Gründer Ronald Schill noch 19,4 Prozent erreicht hatte, liegt der Prognose zufolge nun nur noch bei 0,5 Prozent. Schills neue Gruppierung Pro DM/Schill erreicht laut ARD 3,0 Prozent.

Die ZDF-Prognose sieht die CDU bei 48,0 und die SPD bei 29,0 Prozent. Die GAL erreichte demnach 13,0 Prozent und die FDP 3,0 Prozent. Die Partei Rechtsstaatlicher Offensive kommt laut ZDF auf 0,5 und die Gruppierung Pro DM/Schill auf 3,5 Prozent.

Mehr als 1,22 Millionen Stimmberechtigte waren zu dem vorgezogenen Wahlgang am Sonntag aufgerufen, der zugleich den Auftakt des diesjährigen Wahlmarathons von insgesamt 14 Entscheidungen in Deutschland bildete. Der Mitte-Rechts-Senat aus CDU, Schill-Partei und FDP war im Dezember wegen der anhaltenden Konflikte zwischen Beust und Schill endgültig auseinander gebrochen. Für die Sozialdemokraten, die vor dem Regierungswechsel 2001 insgesamt 44 Jahre lang an der Hamburger Landesregierung beteiligt waren, war der ehemalige Wirtschaftssenator Thomas Mirow als Spitzenkandidat ins Rennen gegangen. (dapd)

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