Olivier Borer zeigt zum ersten Mal sein Baby

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Von LeihmutterOlivier Borer zeigt zum ersten Mal Söhnchen Naël Yunus

Im November wurden der SRF-Sportmoderator Olivier Borer und sein Partner dank einer Leihmutter Eltern. Die beiden zeigen ihren Naël Yunus nun ein erstes Mal der Öffentlichkeit.

von
Leonie Projer
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Olivier Borer (41) und sein Mann sind im November Eltern geworden.

Olivier Borer (41) und sein Mann sind im November Eltern geworden.

Instagram/olivier_borer
Auf Instagram verkündet der SRF-Sportmoderator die Geburt von Sohn Naël Yunus.

Auf Instagram verkündet der SRF-Sportmoderator die Geburt von Sohn Naël Yunus.

Instagram/olivier_borer
Mittlerweile sind die Papas in der Schweiz. «Wir sind eine Familie. Unser Lebenstraum hat sich erfüllt. 21 Jahre nach unserem ersten Treffen», schreibt er auf Instagram zu dem Schnappschuss.

Mittlerweile sind die Papas in der Schweiz. «Wir sind eine Familie. Unser Lebenstraum hat sich erfüllt. 21 Jahre nach unserem ersten Treffen», schreibt er auf Instagram zu dem Schnappschuss.

Instagram/olivier_borer

Darum gehts

  • Olivier Borer (41) und sein Partner wurden dank einer Leihmutter in den USA Eltern.

  • Seit kurzem sind sie mit Sohn Naël Yunus zurück in der Schweiz.

  • Der Moderator und sein Partner sind im Alltag bereits ein eingespieltes Team.

Schon als er klein war, wusste Olivier Borer, dass er einmal Papi werden möchte. Als Teenager haderte er deshalb mit seiner Homosexualität, wie der Moderator der «Schweizer Illustrierten» verrät. Über 20 Jahre später ist sein Traum aber in Erfüllung gegangen: Eine Leihmutter aus den USA ermöglichte es Borer und seinem Mann, Eltern zu werden. Naël Yunus erblickte im November in Burlington im Bundesstaat Vermont das Licht des Lebens.  

Die «Schweizer Illustrierte» hat Olivier Borer bei sich zu Hause besucht.

Die «Schweizer Illustrierte» hat Olivier Borer bei sich zu Hause besucht.

Ausriss «Schweizer Illustrierten»

Wer ist Naëls biologischer Vater?

Dem People-Magazin gibt der SRF-Mann nun einen ersten Einblick in sein neues Leben als Papi. Er und sein Partner seien in der Betreuung des Kleinen bereits ein eingespieltes Team. «Wir machen beide alles. Das funktioniert super», so der Sportmoderator. Als Männerpaar hätten sie nicht das Gefühl, bestimmte Rollenbilder einnehmen zu müssen, was der frischgebackene Vater als Vorteil sieht. Für Naël ist Borer schlicht der «Papi» und sein Mann der «Baba».

Der Leihmutter in den USA wurden zwei befruchtete Eizellen eingesetzt: eine von Borer und eine von seinem Partner. Die Hoffnung war gross, dass daraus Zwillinge entstehen, von denen jeweils einer der biologische Papi ist. Jedoch entwickelte sich nur ein Embryo. Mit wem Naël verwandt ist, weiss das Paar nicht. Sie müssen den Vaterschaftstest, den die Schweizer Behörden fordern, noch durchführen. Für den 41-Jährigen steht aber fest, dass das Ergebnis der Tests nichts an den Gefühlen, die er für den Kleinen empfindet, ändern werde. 

Weg zum Babyglück war schwer

Vom Wunsch des gemeinsamen Kindes bis jetzt vergingen fünf Jahre. In einem ersten Gespräch entschieden sie sich sogar dagegen. «Zu kompliziert, zu aufwendig, zu teuer» war dem Paar der Prozess. Ein Männerpaar mit drei Kindern konnte sie aber ermutigen, sich an das Baby-Projekt zu wagen. Dann kam jedoch die Corona-Pandemie und es dauerte lange, bis ihre Spermien in die USA geschickt werden konnten. Als die erste Befruchtung nicht funktionierte, musste eine neue Eizellenspenderin gesucht werden. Parallel traten Borer und sein Partner über Videocalls mit potenziellen Leihmüttern in Kontakt. «Das ist so eine Art Matching-Verfahren, bis beide Ja sagen», erklärt Borer das Verfahren. Dazu gehöre ein rund 30-seitiger Vertrag, der den ganzen Prozess bis ins kleinste Detail regele.  

Wünschst du dir Kinder?

Die Neo-Papis können sich ein Leben ohne ihren «kleinen Pinguin» nicht mehr vorstellen. Sind sich aber bewusst, dass ihnen noch einige Schwierigkeiten bevorstehen. Borer ist mit Hass konfrontiert, wie er auf Instagram jüngst offenlegte. Doch negative Reaktionen motivieren den Moderator erst recht, offen über seine Regenbogenfamilie zu sprechen. Nur so können gleichgeschlechtliche Familien eines Tages als normal gelten, meint er. Das Paar gebe alles, um Naël genügend Selbstbewusstsein anzueignen, sodass er sich – wenn er aufwächst – gegen gemeine Kommentare durchsetzen könne. 

LGBTIQ: Hast du Fragen oder Probleme?

Hier findest du Hilfe:

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Du-bist-du.ch, Beratung und Information

InterAction, Beratung und Information für intergeschlechtliche Menschen, Tel. 079 104 81 69

Lilli.ch, Information und Verzeichnis von Beratungsstellen

Milchjugend, Übersicht von Jugendgruppen

Elternberatung, Tel. 058 261 61 61

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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