Teures Bier: Olma-Beizer verteidigt seine Preispolitik
Aktualisiert

Teures BierOlma-Beizer verteidigt seine Preispolitik

Eine Stange für 8.50 Franken sei reine Abzockerei, findet Martin Würmli (CVP) und kämpft politisch dagegen an. Der Gastronom Peter Schildknecht verteidigt seine Preise vehement.

von
Simon Städeli
Martin Würmli: «Getränkepreise in der Tonhalle sind zu hoch».

Martin Würmli: «Getränkepreise in der Tonhalle sind zu hoch».

«Es kann nicht sein, dass sich Private während der Olma mit überrissenen Preisen eine goldene Nase verdienen», sagt Martin Würmli (33). Der CVP-Stadtparlamentarier findet die Preise in der Tonhalle viel zu hoch: «Diese bringen der Stadt St. Gallen ein schlechtes Image.» Deshalb will er nun in einer einfachen Anfrage vom Stadtrat wissen, ob die Stadt einen Höchstpreis für die Getränke festlegen könne. «Sonst wird die Stange nächstes Jahr schon 9 Franken kosten», sagt Würmli. Auf Facebook erhält der Politiker Unterstützung: Schon über 3000 User finden die Preise in der Tonhalle «eine Frechheit».

Bei Betreiber Peter Schildknecht stossen die Vorwürfe auf Unverständnis: «Wer die teuren Preise kritisiert, hat ­keine Ahnung», sagt er. Schliesslich zahle der Gast nicht für das Bier, sondern für Top-Acts wie Pegasus und ­Tanja la Croix. Laut Schildknecht kosten Musiker und DJs während der Olma über 80 000 Franken. Hinzu kämen hohe und steigende Ausgaben für Infrastruktur und Sicherheit. Die Preise zu senken kommt für Schildknecht gar nicht in Frage. «Wir haben jeden Abend permanent 2300 Feiernde und grossen Erfolg. Das bringt halt auch Neider», so der Gastronom.

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