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Olma: Jeder Zweite fährt alkoholisiert nach Hause

Eine Schularbeit zeigt, dass die Hälfte der autofahrenden Olma-Besucher mit über 0,5 Promille heimfährt. Schauen die Behörden weg?

Lukas Diethelm (18), Francesco Rauseo (20) und Samuel Schweizer (21) haben für eine Schularbeit Autofahrer kontrolliert. Mit einem professionellen Alkoholmessgerät massen sie die Promillewerte von 50 Olma-Besuchern vor dem Einsteigen ins Auto. Die Bilanz: Die Hälfte aller Getesteten hatte mehr als die gesetzlich erlaubten 0,5 Promille im Blut. 18 Prozent fuhren gar mit über einem Promille. «Es gab auch Leute, die sich nicht testen liessen», sagt Diethelm. Einer von ihnen sei dann sehr konzentriert auf der falschen Strassenseite an ihnen vorbeigefahren.

Brisant: Den Tipp, wo man am meisten alkoholisierte Autofahrer findet, bekamen die Lehrlinge von zwei Polizisten. Trotzdem führt die Stadtpolizei keine besonderen Alkohol-Kontrollen durch. Nino Cozzio von der Direktion für Soziales und Sicherheit hat die Arbeit an die Polizei weitergeleitet. «Wir nehmen das ernst, Parkplatzkontrollen sind eine Überlegung wert», so Cozzio. Jürg Niggli, Geschäftsleiter der Stiftung Suchthilfe sagt dazu: «Es könnte der Eindruck entstehen, dass man sich in St. Gallen nicht mit der Olma anlegen will und deshalb wegschaut.»

Felix Burch

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