14.09.2020 16:44

St. GallenOlma steht dank zinslosen Darlehen vor Rettung

Das Kantonsparlament will den Olma Messen unter die Arme greifen. Die Genossenschaft, die wegen der Corona-Krise mehrere Messen und Veranstaltungen absagen musste, soll zwei zinslose Darlehen von 8,4 Millionen Franken erhalten.

1 / 8
Das traditionelle Säulirennen an der Olma. 

Das traditionelle Säulirennen an der Olma.

Keystone
Die Messeveranstalterin Genossenschaft Olma Messen geriet wegen Corona in finanzielle Schieflage. 

Die Messeveranstalterin Genossenschaft Olma Messen geriet wegen Corona in finanzielle Schieflage.

Keystone
Stadt und Kanton schnürten ein Rettungspaket über rund 24 Millionen Franken. Nach der Stadtregierung trat nun auch der Kantonsrat auf ein zinsloses Darlehen ein.

Stadt und Kanton schnürten ein Rettungspaket über rund 24 Millionen Franken. Nach der Stadtregierung trat nun auch der Kantonsrat auf ein zinsloses Darlehen ein.

Keystone

Darum gehts

  • Die Genossenschaft Olma Messen benötigt wegen der Corona-Krise frisches Kapital.
  • Stadt und Kanton St. Gallen haben deshalb ein Rettungspaket von insgesamt rund 24 Millionen Franken geschnürt.
  • Die Stadt hatte bereits zuvor grünes Licht gegeben für ein zinsloses Darlehen.
  • Nun stimmte auch das Kantonsparlament einem solchen Darlehen zu.
  • Ohne Rettungspaket hätte der Olma das Aus gedroht.

Die Genossenschaft befindet sich nach der Absage zahlreicher Veranstaltungen wegen der Corona-Krise in existenziellen Schwierigkeiten – unter anderem mussten die Frühlings- und Trendmesse Offa sowie die Olma abgesagt werden.

Stadt und Kanton St. Gallen wollen die Genossenschaft finanziell unterstützen. Geplant sind zwei Darlehen von je 8,4 Millionen Franken. Das Stadtparlament segnete das Hilfspaket bereits Ende August ab.

Auch im St. Galler Kantonsrat, der die Septembersession coronabedingt auf dem Olma-Gelände abhält, erwuchs dem Hilfspaket für die Olma Messen kein Widerstand. Der Rat trat am Montag in erster Lesung auf die Vorlage ein. Die zweite Lesung ist für Dienstag vorgesehen.

Unterstützung der Bevölkerung

Nach Bekanntwerden der Absage der beliebten Messe in der Ostschweiz posteten einige User auf Social Media enttäuschte Statements. Nicht nur in der Ostschweiz war die Trauer gross, sondern auch in anderen Regionen der Schweiz. Eine Frau schrieb auf Twitter: «Keine Olma dieses Jahr. Bleib ich halt in Bern. Und weine.» Es kursierte gar eine Todesanzeige für die Olma auf Social Media.

Die Todesanzeige beruht auf mehreren Gefühlen. In vielen Sätzen ist Schmerz und zugleich auch Ärger spürbar. Es heisst etwa: «Die geliebte Olma ist – keiner konnte das erwarten – nicht einfach verstorben, sie wurde uns allen einfach genommen.» Oder: «Wir sind unendlich traurig – und ein wenig hässig, dass du hinterlistig durch die Hintertür abgehauen bist und uns nicht nur im Trockenen sitzen lässt, sondern ins Tal des heulenden Elendes, ins Tränental gestossen hast.»

Mit der finanziellen Unterstützung der Stadt und des Kantons dürfte die Genossenschaft, die hinter der Olma steht, gerettet werden. Somit steigt die Hoffnung, dass die Messe in den nächsten Jahren wieder stattfinden kann.

Ostschweiz-Push

Abonnieren Sie den Push des Ostschweiz-Kanals. So verpassen Sie nichts aus dieser Region: Seien es kuriose Nachrichten, tragische Schicksale oder herzerwärmende Good News.

Und so gehts: Installieren Sie die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippen Sie rechts oben auf das Menüsymbol, dann auf das Zahnrad. Wenn Sie dann nach oben wischen, können Sie unter Regionen den Push für den Ostschweiz-Kanal aktivieren.

(JEB, SDA)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.
15 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Was

15.09.2020, 04:34

Warum muss eine Messe oder Austellung unterstützt werden?? Heute lässt sich alles online verkaufen!! Versteh ich jetzt nicht!!

cyrill engeli

14.09.2020, 20:38

bauen die nicht ne neue halle ? ich versteh das konzept eh nicht, heute kauft man ja nur noch im internet. das ist wie die schaustellerei, eine sache die wie zirkuse aussterben wird.

alter schwede

14.09.2020, 19:44

"Die Messeveranstalterin Genossenschaft"... wie bitte?